halo 6: eskalationsstufe 1

Feinde und Verräter in HALO 6: ESKALATIONSSTUFE 1

Ende November 2014 kam die deutsche Version der neuen Halo-Comicserie „Halo 6 Eskalationsstufe 1“ im Panini Verlag heraus. Ein so riesiges Franchise wie Halo in wenigen Zeilen zu erklären ist schlichtweg unmöglich. Wer sich im Vorfeld ein wenig informieren möchte, dem empfehle ich das Halo-Wiki. Diejenigen, die das riesige Halo-Universum bisher nicht kennen, werden hier ansonsten ins kalte Wasser geschupst. Sangheili, Jiralhanae, Propheten? Zumindest Halo 4 sollte man schon mal angezockt haben, um eine Ahnung von der Materie zu bekommen. Als Halo-Fan, sowohl von den Spielen als auch den Büchern, hatte ich jedoch keinerlei Probleme mit dem Verständnis.

Während in den Halo-Büchern schon oftmals der Krieg zwischen den einzelnen Alien-Rassen angesprochen wurde, wurde diese Tatsache in der Spiele-Reihe eher in den Hintergrund gerückt. Im ersten Band von Eskalationsstufe 1 wird die Situation ein wenig aufgeklärt.

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halo 6: eskalationsstufe 1

Das kleine Halo-Einmaleins

Wie schon gesagt: Es ist unmöglich, eine verständliche Zusammenfassung des Halo-Franchise in diesen Artikel zu quetschen. Einen kleinen Einblick in die momentane Situation möchte ich aber trotzdem geben. Wir befinden uns auf der UNSC Infinity, die unter der Kontrolle Captain Thomas Laskys, einem der Hauptcharaktere, steht. Nach der missglückten Festnahme Dr. Halseys und der Zerstörung des Planeten Requiems sind die Anschuldigungen an den Captain und sein Team gewaltig. Wir befinden uns also kurz nach den Halo 4 Spartan Ops. Kurz nach diesen Ereignissen wird Thomas an Deck der Infinity gerufen. Jul’Mdama, ein Ältester der Sangheili, benötigt die Infinity für Friedensverhandlungen. Als Vermittler beider Seiten stehen sich nun die Sangheili und Jiralhanae-Vertreter gegenüber. Natürlich kommt etwas dazwischen und es werden einige verräterische Taten aufgedeckt. In reiner Textform klingt das alles viel komplizierter als es eigentlich ist. Interessierte sollten also einfach den ersten Band in die Hand nehmen und loslegen. Aufgebaut ist der erste Teil wie ein kompakter Halo-Film, samt Höhepunkt kurz vor dem Ende und Cliffhanger. Der Drang weiterzulesen, kommt auf jeden Fall auf. Da sich die Ereignisse von Eskalationsstufe 1 aus Halo 4 ergaben und Chris Schlerf an der Geschichte von Halo 4 mitwirkte, wurde er kurzerhand als Autor angeheuert.

Hier dreht sich auch nicht alles um das Schicksal des Master Chief. Im Vordergrund stehen vielmehr die Beziehungen der verschiedenen Alien-Spezies zueinander. Es wird zum Beispiel über Friedensangebote zwischen den Jiralhanae und Sangheili berichtet. Während es sich bei den Jiralhanae um eine intelligente, menschlich angehauchte Alien-Spezies handelt, stellen die Sangheili mit ihren gespaltenen Kiefer eher die Raubtiere dar. Als Fan des Franchises hat mir persönlich die Darstellung der Alien-Spezies besonders gut gefallen.

Das kleine Halo-Einmaleins

Wie schon gesagt: Es ist unmöglich, eine verständliche Zusammenfassung des Halo-Franchise in diesen Artikel zu quetschen. Einen kleinen Einblick in die momentane Situation möchte ich aber trotzdem geben. Wir befinden uns auf der UNSC Infinity, die unter der Kontrolle Captain Thomas Laskys, einem der Hauptcharaktere, steht. Nach der missglückten Festnahme Dr. Halseys und der Zerstörung des Planeten Requiems sind die Anschuldigungen an den Captain und sein Team gewaltig. Wir befinden uns also kurz nach den Halo 4 Spartan Ops. Kurz nach diesen Ereignissen wird Thomas an Deck der Infinity gerufen. Jul’Mdama, ein Ältester der Sangheili, benötigt die Infinity für Friedensverhandlungen. Als Vermittler beider Seiten stehen sich nun die Sangheili und Jiralhanae-Vertreter gegenüber. Natürlich kommt etwas dazwischen und es werden einige verräterische Taten aufgedeckt. In reiner Textform klingt das alles viel komplizierter als es eigentlich ist. Interessierte sollten also einfach den ersten Band in die Hand nehmen und loslegen. Aufgebaut ist der erste Teil wie ein kompakter Halo-Film, samt Höhepunkt kurz vor dem Ende und Cliffhanger. Der Drang weiterzulesen, kommt auf jeden Fall auf. Da sich die Ereignisse von Eskalationsstufe 1 aus Halo 4 ergaben und Chris Schlerf an der Geschichte von Halo 4 mitwirkte, wurde er kurzerhand als Autor angeheuert.

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halo 6: eskalationsstufe 1-comic

Fazit

Die zwei Illustratoren Sergio Arino und Ricardo Sanchez geben dem Halo-Universum und seinen Charakteren ein farbenfrohes Aussehen, ohne dabei zu bunt oder gar kitschig zu wirken. Typisch für das Sci-Fi-Genre herrschen hier vor allem Blau- und Lila-Töne vor. Auch auf Konturen und Schatten wird viel Wert gelegt. Bevor Eskalationsstufe 1 unter Panini veröffentlicht wurde, gab es mehrere Halo-Bänder, die bei Marvel erschienen sind.Den Bewertungen nach zu urteilen ist der Marvel-Stil eher für die breite Masse gedacht. Der hier vorgestellte Comic ist vielleicht eher etwas für eingefleischte Fans, die mit der umfangreichen Geschichte um Halo vertraut sind. Meiner Meinung nach ist das aber reine Geschmackssache. Vergleicht man die beiden, findet man keine großen Differenzen, nur das Arino und Sanchez eher den typischen Comic-Stil verfolgen. Vor allem in Action-lastigen Comics samt Laserstrahlen und Kanonenfeuer kommt der bunte Stil der Illustratoren sehr schön zum Einsatz. Eskalationsstufe 1 ist für alle Halo-Fans ein Augenschmaus und ein weiter Einblick in das riesige Universum. Auch sonstige Sci-Fi-Fans sollten sich herantrauen. Schnuppert man ein bisschen im Halo-Wiki rum oder wirft ein Auge auf die Halo Geschichte, ist es durchaus möglich einen Einstieg zu finden.

 

BERLINOIR-xplorer

BERLINOIR Vampirisches in Berlin

BERLINOIRDas Original von Berlinoir kam 2003 raus. Die Ereignisse in den vergangenen Wochen beweisen jedoch, wie aktuell das Thema traurigerweise noch immer ist. Kürzlich wurde Berlinoir als Hardcover vom Carlsen Verlag veröffentlicht, inklusive der drei Bände „Scherbenmund“, „Mord“ und „Narbenstadt“. Erst durch diese Neuveröffentlichung bin ich auf Tobias O. Meißners Werk aufmerksam geworden. Zwischen Kriminalliteratur und politischen Themen findet man hier ein ausgereiftes Vampir-Konzept.

Ein blutiger Schleier hängt über Berlin, zu jener Zeit noch als Berlinoir bekannt. Die Stadt liegt in den Händen eines mächtigen Vampir-Clans, unter der Regierung Nicolas Szerbenmunds (Scherbenmund). Die menschlichen Bewohner werden geradezu als Zuchttiere gehalten. In stallähnlichen Anlagen müssen sie einen Großteil ihres Blutes spenden. Die Bewohner bezahlen also wortwörtlich mit Blutgeld. Hier wird der Spieß umgedreht: Statt Unterdrückung bilden die Vampire die Elite, Menschen sind die Untertanen. Erinnert an Massentierhaltung und…Nazis.
Nazi-Zombies hatten wir ja schon öfter mal, Nazi-Vampire waren mir jedoch neu. Durch die stetig andauernde Propaganda der Vampire und unmenschlichen Lebensverhältnisse der Menschen wird versucht, die Lebenden zum Vampirismus zu treiben. Als Mensch lebt man in ständiger Angst und muss in die „Blutfabriken“, als Vampir ist man frei.

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Spätestens jetzt sollten Twilight-Fans aussteigen. Berlinoir handelt definitiv nicht von glitzernden Vampiren und flauschigen Werwölfen. Angst, Propaganda und Mord treffen da schon eher zu. Ganz so einfach lassen sich die Menschen jedoch nicht unterkriegen. In einer zweckbegründeten Untergrund-Organisation planen die Menschen Attentate auf hochrangige Vampire. Die Hauptrolle spielt Niall, einer der besten Vampirjäger in Berlinoir. Statt den proletarischen-Protagonisten zu spielen, zweifelt dieser jedoch an seiner Aufgabe.
Ähnlich tiefgründig wie Niall ist der Zeichenstil des Comics. Feine, weiche Linien werden komplett weggelassen. Die Figuren wirken sehr kühl und streng, vor allem die Frauen Berlinoirs werden sehr maskulin dargestellt. Berlinoir ist eine dreckige, versmogte Stadt. Sonnenlicht wird komplett vermieden, Vögel wurden durch Fledermäuse ersetzt. Überall spiegelt sich die Idee des Totalitarismus wider.

Blutrünstige Politiker statt funkelnde ZauberwesenBERLINOIR

Wann findet man heutzutage noch einen guten Vampir-Film/-Comic? Alles wird verweichlicht. Vampire sind wunderschön und glitzernd. Sie werden als „romantisch“ bezeichnet und sind spätestens seit Twilight fest im Teenie-Universum verankert. Wo sind die blutrünstigen Wesen, gezeichnet von tiefen Augenringen und der Gier nach Blut? Berlinoir beschreibt das Leben der Vampire so „real“ wie möglich. Vorurteile, Ausbeutung und politisches Machtgehabe herrschen im dunklen Berlin vor. Endlich sind die Vampire mal nicht die romantischen Zauberwesen, sondern gerissen und wortwörtlich kaltblütig. Um ihr Überleben zu sichern, müssen sie ihre Rasse aufrechterhalten, denn diese schwindet langsam dahin. (Auch hier kann man eine Parallele zu unserer überalterten Gesellschaft sehen.) Tobias Meißner bringt die Ansichten der blutrünstigen Seite Berlinoirs schön zum Vorschein. Von Religion und Freiheit halten diese nichts.

BERLINOIRVersteckte Botschaften

Wie schon angesprochen stützt sich Berlinoir auch auf die geschichtlichen Ereignisse des zweiten Weltkriegs und vermischt diese mit fantastischen Wesen. Und darin liegt der eigentliche Fokus des Comics. Durch die letzten Wochen wird wieder einmal klar: So wirklich weit entfernt ist das alles gar nicht. Nur weil wir den weniger charmanten Österreicher schon lange los sind, heißt es nicht, dass sich so etwas nicht wiederholen kann. So zeigt uns beispielsweise die PEGIDA wieder einmal, wie schnell Angst vor dem Fremden umschlagen kann in Hass. In Berlinoir dient Szerbenmund als die blutsaugende Version Hitlers. Es wimmelt nur so von Propaganda, Minderheiten und den sogenannten „Blutfabriken“, dem Pendant zum Konzentrationslager. Ohne sich in die Kategorie der hirnlosen Nazi-Filme/-Comics einzureihen, schafft es Tobias, das Konzept glaubwürdig umzusetzen. Das Thema drängt er dabei nicht unangenehm in den Vordergrund, zwischen den Zeichenstrichen erkennt man die Botschaft.

Man muss klar sagen: Leute, die einen witzigen oder gar romantischen Vampir-Comic erwarten, sind bei Berlinoir definitiv falsch. Diese beiden Faktoren werden im Comic komplett ausgelassen. Zu Recht, meiner Meinung nach. Wie oft musste man sich schon eine schlecht aufgedrängte Romanze anschauen, bei der man sich dachte: Muss das jetzt sein? Unterschwellig stellt Tobias in seinem Werk auch die damalige Situation dar, nur dass man dort meines Wissens keine Vampire hatte. Ich kann mich aber auch irren, in Geschichte bin ich oft eingeschlafen.

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Wer also einen sozialkritischen und realistischeren Vampir-Comic möchte, ist bei Berlinoir genau richtig, Twilight-Fans sollten sich lieber wieder in ihre Bücher stürzen.