the order: 1886

THE ORDER: 1886 – Inszenierung statt Spielspaß?

The Order: 1886

Wir schreiben das Jahr 1886. Isabeau, Lafayette, Sebastian und ich sind auf der Suche nach dem Halbblüter, der uns entwischte. Um effizienter zu arbeiten, haben wir uns aufgeteilt. Unser Weg führt durch den dunklen Untergrund Londons. Kalt, dreckig – und überall dieser Gestank. Diese Stadt hat einen schmutzigen Charme, der mich trotz der hier vorherrschenden Brutalität fasziniert. Alles wirkt so lebendig, selbst die Bäume, die sich im Wind wiegen. Und erst das Licht: Wie es diese schaurige und zugleich atemberaubende Stimmung in die Stadt zaubert. Auch das Konzept der Viktorianischen Ära. Faszinierend, alles fühlt sich so echt an. Die Texturen meiner Kleidung sind fast gestochen scharf, und dabei sind wir doch nur Einsen und Nullen.

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Und, mit Verlaub, die besten Ritter des Ordens. Die Elite. Im Gegensatz zu anderen haben wir die nötige (künstliche) Intelligenz, um schwere Kämpfe zu meistern. Isabeau ist zwar noch jung, dennoch ist sie eine der fähigsten Ritter, die ich jemals sah. Sie abzuwerten ihres Geschlechtes wegen wäre eine Beleidigung für sie – und die Ritterschaft. Manchmal frage ich mich, ob der Heilige Gral ein Segen oder ein Fluch für unseren Orden ist. Das Leben eines Menschen auf mehrere Jahrhunderte zu strecken ist unnatürlich. Selbst für Character wie uns! Wo setzt man die Grenze zu den Halbblütern? Seit Jahrhunderten halten die Kämpfe gegen diese Bestien an. Viele haben bereits ihre Hoffnung verloren. Ich vertraue Sebastian, wir werden diese Kreaturen töten und die Menschheit wird den Sieg an sich reißen. Auch wenn das bedeutet, mein eigenes Leben im Kampf zu geben. Sebastian ist einer der wenigen Menschen, die meinen Respekt verdienen. Trotz (oder gerade wegen?) seiner teilweise unkonventionellen Methoden gehört er zu den besten und erfahrensten Ritter im Orden. Sein Gesicht ist von vielen Falten gezeichnet, die Haare mittlerweile gräulich. Seine Augen jedoch wirken lebendig, begierig auf Rache und Genugtuung. Die Engine setzt die Emotionen und Charakterzüge meiner Leute perfekt um und erweckt sie zum Leben. Nicht so lächerlich hölzern wie in anderen Spielen.
gallahad_theorder1886_xplorerMan stumpft ab über die Jahrhunderte, lernt seine Emotionen zu unterdrücken. Um auf die Jagd zu gehen, muss man einen klaren Kopf haben, sich nicht von seinen Gefühlen beeinflussen lassen. Man tötet Halbblüter, die einst Menschen waren. Heutzutage töten wir selbst unseresgleichen. Rebellen schließen sich den Halbblütern an, werden so zu ihnen. Trotz all dem gibt es noch immer Männer, die uns den Rücken stärken. Der junge Tesla versorgt uns regelmäßig mit neuer Technologie und neuen Waffen für den Kampf. Ein regelrechtes Wunderkind. Kann es wirklich sein, dass die Wahrsagerin recht hat und einer seiner Nachfahren metallene Pferde baut? Sicherlich wird diese Gabe bald auch von anderen anerkannt. Waffen wie das Blitzgewehr verschaffen uns einen großen Vorteil im Kampf gegen die ständige Bedrohung. Zu schade, dass ich oftmals nur über einen Knopfdruck reagiere. Uns stehen dunkle Zeiten bevor, da muss ich doch mehr drauf haben als Knopfdruck-Kämpfe. Schließlich bilden sich Komplotte hinter unseren Rücken. Und die Bedrohung kommt nicht nur aus den abgelegenen Gassen Londons! Nein, selbst in den eigenen Reihen findet man Verräter!

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kampf_theorder1886_xplorerWie viel Inszenierung tut gut?

Ready At Dawn schafft mit The Order 1886 ein grafisches Brett. Noch nie habe ich eine so atemberaubende Grafik in einem Spiel gesehen. Als Gegner schlechter Gesichtsanimationen war ich hin und weg. Die Gesichter spiegeln zu jeder Zeit exakt die Gefühle der Charaktere wider. Man kann selbst ein fröhliches Lachen von einem gezwungenen unterscheiden und an den Augenbrauen man Gefühle ablesen. Auch die Inszenierung stellt viele andere Spiele in den Schatten. Die Bedrohlichkeit der Stadt kann man geradezu schmecken. Überall liegt Dreck, die Sonne zeigt sich nur durch düstere, dicke Wolken. Die Idee, das Spiel viel mehr als ein Film wirken zu lassen, ist dem Entwickler-Team auf jeden Fall gelungen. Vielleicht etwas zu sehr?

The Order ist kein Open-World-Game. Das ist erst einmal ungewöhnlich für die Spieleszene, jedoch nicht unbedingt gleich ein Kritikpunkt. In manchen Abschnitten wäre eine offene Spielwelt eher hinderlich gewesen. Frei in einem Spiel herumzulaufen ist natürlich grundsätzlich ein gutes Gefühl. Man fühlt sich frei und nicht gezwungen, bestimmte Quests oder Kampagnen zu erledigen. Oftmals wird jedoch das Open-World-Feature einfach lustlos in das Spiel geschmissen. In Spielen wie Skyrim oder Dragon Age wäre das Fehlen der Open World ein dicker Minuspunkt. In Spielen wie Assassins Creed Unity wurde meiner Meinung nach bereits zu dick aufgetragen. Das Spiel bietet einfach zu wenig Story, um einen fünfstündigen Nebenquestlauf zu begründen.
luftschiff_theorder1886_xplorerDie Entscheidung, dem Spieler in The Order keine freie Welt zu lassen, finde ich in diesen Fall also erstaunlicherweise erfrischend. Das führt jedoch gleich zum nächsten Punkt: die Spielzeit. Schon vor Release gab es großen Aufruhr, nachdem Spieler veröffentlichten (wie auch immer), sie hätten das Spiel nach sieben Stunden durchgespielt. Sofort startete die nächste Spiele-Hetzkampagne. Wäre ja sonst auch langweilig. Durch die recht lineare Fahrt durch die Geschichte wird die Spielzeit natürlich drastisch verkürzt. Während man in anderen Spielen fröhlich umherirrt, um neuen Loot für Rüstung zu sammeln, geht es bei The Order von einen Spielkapitel ins nächste. Viel Zeit zum Hinterfragen oder Umgucken gibt es hier also nicht. Und dennoch muss ich der Mehrheit zu stimmen. 7 – 10 Stunden Spielzeit in einem 60€-Spiel ist gnadenlos überteuert. Wenn ich mir überlege, dass ich in andere, gleichteure Spiele 200 Stunden investiert habe, ist diese Angabe geradezu lächerlich.

Ein anderer Punkt ist die Beschränkung des Gameplays. In vielen Sequenzen kann man per Quicktime-Events das Geschehen „steuern“, anstatt selbst richtig Hand anzulegen. Statt also gegen einen Halbblüter mit taktischen Granaten oder Waffen zu kämpfen, findet man sich meist in einer Tastendrück-Orgie wieder. „Drücke X, um jetzt auszuweichen.“ „Drücke B, um dich zu befreien“ Hm…ok. Das hätte spannender ablaufen können. Die cineastische Darstellung ist durchaus gelungen, aber reicht das dem Spieler wirklich? Um Spiele zu nennen, bei denen dieses Konzept schon in der Vergangenheit funktioniert hat, könnte man die Telltale-Serie, Walking Dead oder auch Beyond Two Souls nehmen. Diese Spiele setzen ihren Fokus mehr auf die Entscheidungen und Geschichte anstatt Gameplay-Aspekte. Über die Qualität der Geschichte in The Order könnte man sich wahrscheinlich wieder stundenlang streiten, aber sowas ist einfach eine Sache des persönlichen Geschmacks. Ich selbst finde die Geschichte sehr gelungen.

lafayette_theorder1886_sleaze-xplorer[pullquo[pullquote]Fazit

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Ich trete The Order: 1886 gespalten gegenüber. Die Grafik, Gesichtsanimationen und Inszenierungen der Szenen sind mit anderen Spielen meiner Meinung nach nicht vergleichbar. Oftmals saß ich in Sequenzen einfach da, während meine Augen sich unsicher waren, ob das jetzt das Spiel oder eine Film-Sequenz ist. Grafik ist wahrlich nicht das, was ein gutes Spiel ausmacht, jedoch trägt es stark zum Gefühl des Spiels bei und inwieweit man sich in die Geschichte hineinversetzen kann. Wenn da nicht die kurze Spielzeit und teilweise zu stark durchgesetzte Sequ
enzen und Quicktime-Events wären, The Order wäre definitiv in die Auswahl zum Game of the Year für mich gekommen. Der Preis / die Spielzeit ist für mich jedoch so unbegründet, dass dadurch leider eine Menge Euphorie für das Spiel verloren geht. Spieler, die eine etwas kurze Spielzeit einstecken können, sind mit The Order in allen Aspekten gut bedient. Ein Widerspielwert wie Mass Effect oder 200 Stunden Spielzeit stecken jedoch meiner Meinung nach leider nicht drin.

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The Order: 1886

THE ORDER: 1886 Entwickler reagieren auf Shitstorm

The Order: 1886

The Order: 1886 ist noch nicht einmal offiziel releast und schon stürzen sich die ersten Menschen auf das Spiel. Das Entwicklerstudio reagiert und äußert sich über die immer weiter ausbreitende Negativität unter Spielern.

Das ging schnell. The Order: 1886 ist bis jetzt nur für die Presse zugänglich, offiziel releast wird das Spiel erst am kommenden Freitag. Durch einige undichte Quellen sickerte jedoch die Information, die Spielzeit beträge nur 5 Stunden. Das wäre in der Tat wenig für ein Spiel das die vollen 60€ Spielpreis verlangt. Ebenfalls wurden die vielen Quick-Time-Events und cineastische Erzählperspektive bemängelt. Auf die Frage nach der Spielzeit antwortete das Entwicklerteam mehr oder weniger beleidigt mit einen “Darüber möchten wir nicht sprechen”. Grund für diese etwas protzige Aussage ist dem Team nach die Reaktion. Man könnte machen was man wolle, die Spieler haben sich in diese Aussage sowieso schon hineingesteigert. Eine etwas merkwürdige Begründung, jedoch trotzdem verständlich. Das bestärkt die Aussage der geringen Spielzeit jedoch nur noch mehr. Man setze auf den hohen Widerspielwert, aber möchte man das wirklich in einer 5-Stunden Kampagne die gleich bleibt?

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Heutzutage finde man immer einen Grund ein Spiel schlecht zu machen. Ein neues Franchise wäre mittlerweile garnicht mehr nötig weil die Spieler eine so festgefahrene Meinung haben

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[pullquote]Es ist einfach schockierend, dass ein noch nicht einmal veröffentlichtes Spiel und ein völlig neuer Franchise derart viel Negativität auf sich zu ziehen. Ich habe einfach das Gefühl, dass es heutzutage so einfach ist, negativ zu sein. Das Internet ist der neue Spielplatz des Mobbings.[/pullquote]

 

The Order: 1886Es sei eben viel einfacher dem Strom der Meinungen zu folgen und dem Rest zuzustimmen. Davon bin ich persönlich jedoch nicht betroffen. Selbst bei dem riesigen Shitstorm von Assassins Creed: Unity teilte ich nicht die Meinung der Menge, das Ubisoft verkommen sei. Das soll jedoch jetzt nicht das Thema sein.

Die Reaktion auf The Order hängt stark ab von dem Menschen der vor der PlayStation sitzen wird. Möchte man ein 5h-langes schön inszeniertes Spiel ohne Open-World. Oder ein Skyrim in dem man 200 Stunden reinstecken kann, jedoch viel von der Inszenierung verloren geht? Meiner Meinung nach sehr schwer eine deutliches “gut” oder “schlecht” abzugeben. Die Aussagen der Entwickler sollte keinesfalls eine Meinung aufzwingen, sie wollen viel mehr dass sich jeder Spieler seine eigene Meinung bildet, anstatt auf die anderer zu hören. Ich selbst besitze bereits eine Kopie von The Order: 1886, das Embargo ist jedoch am 20. Februar gesetzt, dem Releasetag. Ein Punkt der bei Spieleredakteuren oftmals zu denken gibt. Was haben die Entwickler zu verheimlichen? Warum dürfen Spieler nicht vor dem Kauf schon ein Einblick in das Spiel gewährt bekommen? So etwas erweckt den Eindruck, die Entwickler hätten kein Vertrauen in ihr eigenes Spiel. Auch hier teile ich nicht die Meinung der anderen, The Order sei ein schlechtes Spiel. Sollte sich die Aussage jedoch für wahr zu bewähren, so sind 60€ alles andere angebracht für den Umfang des Spiels, Widerspielwert hin oder her.

medusa xe headset

Headset im Schnäppchenbereich: Das MEDUSA XE Headset

medusa xe headsetSeit einer Woche spiele ich jetzt mit dem Medusa XE-Stereo-Headset von Speedlink. Der Preis liegt bei 49,99 Euro und damit im guten Mittelmaß, wenn nicht sogar im Schnäppchen-Bereich. Man muss allerdings vorab sagen: Es ist kein Razer oder Roccat. Was man jedoch bekommt, ist ein gut verarbeitetes und solides Headset. Mit verstell- und einklappbaren Kopfbügeln sowie flexiblem Mikrofon lässt sich das Headset leicht transportieren und anpassen. Auch am Tragekomfort gibt es nicht viel zu meckern, die gepolsterten Ohrmuscheln liegen gut auf den Ohren.

Ohrenschmerzen bekomme ich nach ca. fünf Stunden tragen trotzdem. Das liegt aber eher an meinen riesigen Ohren als am Headset. Das 290 cm lange Kabel ist sehr gut verarbeitet, zudem verhindert es, dass man sich gleich die Ohren abreißt, wenn man mal ein Stückchen weiter weggeht. Praktisch ist meiner Meinung nach vor allem die befestigte Kabelfernbedienung. An dieser hat man die Möglichkeit, die Lautstärke zu regeln, den Klang anzupassen und das Mikrofon an- und auszuschalten. Ich würde übrigens dazu raten, immer zweimal zu gucken, ob man das Mikrofon ausgeschaltet hat. Vor allem nach einer Flasche Cola: Ich spreche da aus Erfahrung. Das Noise-Cancelling klappt wunderbar. Hat man die Kopfhörer erst mal auf, hört man nichts mehr von der Außenwelt und versinkt im schönen Sound des Spiels. An einer Stelle muss ich den Ankündigungen jedoch widersprechen: Den „intensiven Bass“ habe ich vermisst. Während die Spielumgebung und Musik sehr schön durch das Headset klingen, fehlt es meiner Meinung nach am Bass. Beispielsweise bei Spiele-Szenen mit Explosionen klingt der Sound eher flach als überwältigend.medusa xe headset

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Fazit

Wer wie ich jemand ist, der eher über Lautsprecher als über ein Headset hört oder generell einfach nicht viel mit der Kommunikation zu anderen Mitspielern am Hut hat, der bekommt hier eine schöne Alternative. Sprechen wir hier jedoch von Hardcore-Gamern, die stundenlang im Teamspeak mit anderen rumhängen, denen empfehle ich, eine Preisklasse höher zu steigen. Besonders gut gefallen hat mir persönlich die Kabelfernbedienung, die ich während des Spiels sehr gut einsetzen konnte. Das Medusa XE Headset bietet für 50 Euro auf jeden Fall die Basis-Funktionen eines guten Headsets. Das Preis-Leistungsverhältnis stufe ich persönlich als sehr gut ein. Meine Riesen-Ohren sind mit Polsterung und Klang ebenfalls zufrieden und freuen sich dementsprechend auf schöne Zocker-Stunden.