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JUSTICE LEAGUE: TRINITY WAR 1- Zwischen Superhelden und Pandora’s Büchse

justice leagueDie Büchse der Pandora wird geöffnet, ein Superheld wird ermordet und der Rest will sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Ein guter Ausgangspunkt für eine spannende Neuauflage des dramatischen DC-Events – dem Trinity War, Krieg der drei Gerechtigkeitsligen.

Das kleine DC-Einmaleins

Ein kurzer Einblick in die Geschehnisse. Anstelle der „Büchse der Pandora“ handelt es sich hier um einen glühenden dreiäugigen Schädel. Unwissend und naiv berührt Pandora diesen und bringt damit Tod und Verderben über die Welt. Durch diese Ereignisse werden die sieben Todsünden freigesetzt. Menschen bekämpfen sich aus Neid, Gier, simpler Wut…du kennst das sicher. Die Menschheit ist scheinbar nicht mehr zu retten. Zur Strafe wird Pandora zu ewigem Leben verdammt, gezwungen, all das Chaos zu beobachten, was sie über die Welt brachte.

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Wir machen einen Sprung nach vorne. Pandora ist stärker geworden und kämpft gegen das Böse in der Welt, wenn auch meist ohne Erfolg. Das Geheimnis hinter dem unheilvollen Totenkopf wird aufgedeckt. Inzwischen besiedelt eine neue Art von Menschen den Planeten, Menschen mit mächtigen Kräften – die Superhelden. Der Versuch scheitert, diese um Hilfe zu bitten, und nun stürzen auch noch die drei Gerechtigkeitsligen ins Chaos. Im Mittelpunkt des namensgebenden Trinity War stehen die drei Ligen Justice League (Batman, Superman), Justice League of America (Catwoman, Green Arrow) und Justice League Dark (Constantine, Zatanna.) Schön inszenierte Kämpfe, aber auch sehr verwirrende Charaktersprünge.


justice leagueSuperhelden-Wirrwarr

Das neue Sammelband Justice League: Trinity War-Band 1 fasst die Anfänge des Krieges zusammen und fügt weitere Informationen aus einzelnen Comic-Schnipseln hinzu. So enthält der Band Auszüge aus den Justice League-Bänden 22 und 23, der ersten Ausgabe von Pandoras eigener Comic-Reihe und der fünften Ausgabe von Constantin.

Der Versuch, die Ereignisse logisch sortiert aufzulisten, klingt erst mal gut, gestaltet sich in der Praxis jedoch nach meinen Geschmack recht schwierig. Während man von dem Sprung aus dem ersten Pandora-Band zur Ausgabe des 22. Justice League-Comics noch klar durchblickt, verschwimmen die einzelnen Superhelden und deren Geschichte nach einer Weile. Für jemanden, der sich davor noch nicht mit den Ereignissen auseinandergesetzt hat, wird der Einstieg schwer. Vielleicht bringt der zweite Band da etwas mehr Aufklärung.

Großartig hingegen ist das Aufeinandertreffen all der bekannten DC-Charaktere, die wir sonst nur in getrennten Comics bestaunen dürfen. Neben den klassischen Superhelden wie Wonder Woman, Superman und Batman trifft man auf Aquaman, Flash, Firestorm oder Stargirl. Jeder der Charaktere wird nach und nach beleuchtet und bekommt seinen eigenen kleinen Moment. Dadurch entstehen die extrem actionreich gestalteten Kämpfe, gezeichnet von Künstlern wie Ivan Reis. Das typische bunte Superheldenflair und die epische Inszenierung der Kämpfe bieten auf fast jeder Seite einen Augenschmaus für den Leser.

Fazit

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Die Meinungen zu Geoff Johns Trinity War-Ausgabe gehen weit auseinander. Einige sind hin und weg vom wirklich sehr schönen Design des Comics, andere lassen die Geschehnisse rund um den neuen Charakter Pandora völlig kalt.

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Tatsächlich wirkt das Ganze für mich etwas zusammengewürfelt. Todsünden, griechische Mythologie, drei verschiedene Gerechtigkeitsligen und eine Alternate-Version der Pandora-Büchse. Das erscheint mir alles recht dick aufgetragen. Tatsächlich sehen viele Justice League: Trinity War nur als ein kleines Prequel zu Geoff Johns Comic-Serie „Forever Evil“, die aus den Geschehnissen des Krieges entsteht. Wer also beabsichtigt, die Serie anzufangen und einen kleinen Einblick in die Vorgeschichte haben will, dem ist Trinity War zu empfehlen. Man erhält einige Informationen, von denen viele aber nicht wirklich gebraucht werden, um in Forever Evil einzusteigen. Außerdem gibt es eine Menge Dead-Ends in der Story.  So werden einige Charaktere des Trinity Wars in der Forever Evil-Serie einfach an den Rand geschoben. Auch die vielen Points-of-View-Momente der einzelnen Ligen und ihrer Gegner sind nicht immer klar erkennbar.[/pullquote]

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Blutige Monstrositäten – WITCHER 3: WILD HUNT

Wer das vergangene Jahr in Sachen Gaming nicht komplett verschlafen hat, dem wird sich der Name „Witcher 3“ schon ins Hirn gebrannt haben. Mit Screenshots, Videos, Trailer, Artwork und vielen Events zum dritten Teil der beliebten RPG-Serie warf Entwickler CD Projekt Red noch einmal ordentlich die Werbetrommel an. Zu Recht. Schon 2013 auf der E3 sahnte der Titel ganze 49 Awards ab. Vor genau einer Woche war es dann so weit: Sämtliche Spieler verabschiedeten sich von Freunden und Familie. Vielleicht ist das auch mein letzter Artikel, den ich jemals schreiben werde?

In der vergangenen Woche wurde schon so einiges über das Spiel und seine reichlichen Vorzüge gesagt, aus diesem Grund möchte ich auch nicht so genau auf alle Spielemechaniken und die Geschichte eingehen. Wer eine Xbox One, PlayStation 4 oder einen guten Gaming-PC besitzt, der sollte das alles am besten selbst herausfinden.

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Die Witcher-Serie war schon immer blutig, brutal und generell sehr erwachsen. Vergewaltigung, Rassismus und Selbstmord stehen meist im Mittelpunkt der düsteren, jedoch schönen Welt. Ein Spiel mit so starken Themen trägt aber meiner Meinung nach auch eine gewisse Verantwortung. Als „Most Anticipated Game 2015“ hatte der Hexer einen ehrwürdigen Ruf zu verteidigen. Rollenspielfans wie ich starrten schon 2013 sabbernd auf den Bildschirm in der Hoffnung, den Titel eines Tages spielen zu können. Aber wie immer ist zu viel Hype pures Gift für ein Spiel. Ein ausgereifter und gut entwickelter Titel gelangt leider sehr schnell in die Hände von Internet-Trollen und Fans der Empörung, die sich über Texturen und so ziemlich alles, was sich sonst noch finden lässt, die Münder zerreißen. Und siehe da: Genau so kam es.

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So weit das Auge reicht

In der Vergangenheit wurde man quasi überhäuft mit Artikeln über den aktuellen Teil der Witcher-Serie. Die ach so aussagekräftigen Vergleiche zwischen Konsole und PC, die einmal mehr die Lieblingsdiskussion der Gamer-Kultur entfachte, oder die mit Brüsten vollgepackten Thumbnails der Video-Reviews. Die Fakten zur Hexerwelt sprechen für sich. Eine riesiges Open-World-Setting mit über 200 Stunden Spielzeit, wunderschöne Licht- und Wettereffekte, eine tolle Story und und und. Wenn man mit seinem Pferd durch die Weiten der riesigen Welt reist, streift man durch vereiste Gebirge, düstere Sumpfgebiete und ist sogar mit einem Segelschiff auf dem brutalen Meer unterwegs. Insgesamt 36 verschiedene Endings soll es geben, je nachdem, welche Entscheidungen man auf seinem Weg trifft und welche nicht. So kann der Hexer Geralt von Riva (unser Protagonist) als das größte Arschloch der Welt auftreten und so seinen Ruf verteidigen oder ein selbstloser Helfer in der Not werden. Deine Entscheidung.

Allein die Hauptquestreihe (die sogar wirklich interessant ist) ist mit gut 50 Stunden Spielzeit dabei. Es sei jedoch gesagt, dass man den dritten Teil ohne Probleme als seinen persönlichen ersten Teil spielen kann. Das Wissen aus Witcher 1 und Witcher 2 ist nicht unbedingt erforderlich, obwohl es Spaß macht, alten Freunden Geralts zu begegnen und ein wenig mehr Einblick in das Leben des mysteriösen Hexers zu bekommen. Das meiste Wissen aus den beiden Vorgängern wird gut durch Zwischensequenzen und das immer abrufbare „Glossar“ vermittelt.

Grafik-Downgrade und Framedrops zum Release

Und wo liegt nun das Problem? Das frage ich mich ehrlich gesagt auch. Auslöser für das Entfachen der Diskussion in Sachen Grafik-Downgrade war der bereits 2013 veröffentlichte Spieletrailer. Dieser zeigte schon fast unnormal schön gestaltete Gegenden, extreme Lichtpartikel-Effekte und noch schärfere Texturen. Was? Ein Spielehersteller, der sein Spiel hervorhebt, indem er in einem Ausschnitt eine eigentlich nicht realisierbare Grafik zeigt? Das habe ich ja noch nie gehört! Es gehört einfach dazu und jeder macht es, wieso also dieser Aufstand?

Nach Ansicht einiger Redakteure und Fans sei die nicht vorhandene Erklärung seitens CD Projekt Red der Ausschlaggeber für den Unmut. Pünktlich zu diesen Diskussionen veröffentlichten die Spieleentwickler eine kleine Erklärung – oder eher eine Rechtfertigung. Der 2013 publizierte Trailer lief in der Tat auf dem PC. Das bedeutet, dass diese atemberaubende Grafik tatsächlich möglich gewesen wäre und das auch die Konsolen die „Schuld“ am Downgrade tragen würden. Hätte man jedoch lediglich eine PC-Version veröffentlicht, hätte das Studio die Entwicklungskosten gar nicht tragen können. Ob man es mag oder nicht, die Konsolen spielen heute eine extrem wichtige Rolle in der Branche. Im Laufe der Zeit stellte man fest, dass diese Supergrafik kaum ein Computer, geschweige denn eine Konsole hätte verarbeiten können. Also schraubte man die Grafik ein wenig runter. Eine Kommunikation zwischen Fan und den Entwicklern gab es dazu nicht, da man kein Problem darin sah. Verfolgt man die Beiträge in den Foren und sozialen Netzwerken, dann heißt es ständig, die Story und das Feeling eines Spiels wäre relevant, die Grafik sei zweitrangig.

Ja, das Spiel hat hier und da Fehler, manche Texturen laden nicht sofort nach und auch ich hatte auf der PS4-Version einige Probleme mit Framedrops. Aber macht das wirklich schon das ganze Spiel aus? Als Beispiel mein Lieblingstitel, das 2011 veröffentlichte Skyrim. Die Grafik veraltet, die Texturen matschig und Bugs, so weit das Auge reicht. Und trotzdem das mit Abstand meist gespielte Spiel in meiner Steam-Bibliothek mit knapp 500 Stunden, hoppla.

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Von Minderheiten und Frauenfeindlichkeit

Wie bereits erwähnt, spielte die Witcher-Serie schon immer in einer sehr düsteren Realität, in der man stets mit dem Horror des realen Lebens konfrontiert wurde. Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Drogen und Alkoholmissbrauch. The Witcher 3 bekam mittlerweile schon den Titel „Game of Thrones der Spielewelt“. Natürlich werden auch in anderen RPGs wie die Dragon Age-Reihe Themen wie Rassismus im Ansatz behandelt, jedoch nicht in einem so starkem Ausmaß wie bei der Spieleserie von CD Projekt Red. Während viele Rollenspiele eher das Fantastische, das Einhorn im Mondschein, ansteuern, hackt CD Projekt Red diesen den Kopf ab. Willkommen in der Realität. So kam auch die Diskussion um Frauenfeindlichkeit und Rassismus im neuen Teil auf. Wir befinden uns hier in einer mittelalterlichen Welt mit ihren eigenen Regeln. Frauen spielen keine Rolle, sind nur für Sex (freiwillig oder unfreiwillig) da und um neue Kinder in die Welt zu setzen.

Kommt es zu Überfallen in Dörfern oder Städten, werden Frauen kaltblütig vergewaltigt und ermordet oder sogar als Sexsklavin gehalten. Es herrschen düstere Zeiten, so düster, dass ich Gänsehaut bekomme, wenn sich zwei NPCs im Dorf darüber austauschen, welche Frau sie sich als Nächstes vornehmen. Harter Tobak, vor allem für die weiblichen Spieler. So werfen die amerikanischen Spieleseiten wie Kotaku und Polygon den Entwicklern vor, sie hätten eine frauenfeindliche Welt erschaffen. Hier gehen die Meinungen auseinander.

Auch ich bin hier zwiespältig und kann mich nicht für eine Seite entscheiden. Ich habe definitiv ein Problem damit, dass bei jedem zweiten weiblichen Charakter die halbe Brust raushängt, vor allem bei so mächtigen und starken Charakteren wie Geralts langjähriger Freundin Yennefer oder seiner Ziehtochter Ciri. Warum muss man bei einer Tochterfigur die Bluse so weit aufknüpfen, dass ihr kompletter BH zu sehen ist? Für mich gibt es da keinen triftigen Grund. So eine Darstellung ist unpassend und würdigt damit (meiner Meinung nach) die Charaktere herab. Um jetzt nicht den Hardcore-Social-Justice-Warrior raushängen zu lassen, muss man sich vor Augen führen, in welcher Zeit die Reihe spielt. In dem mittelalterlichen-Setting werden die Frauen im Witcher-Universum ohne Frage den Männern untergeordnet, wie man diese Information nun aufnimmt, sei jedem selbst überlassen. Einige finden es der ansprechenden Zeit angemessen, andere fühlen sich erniedrigt. Als Spieleentwickler hat man stets die Möglichkeit, sein Spiel nach seinen eigenen Vorlieben zu erschaffen, egal ob zeitlich angemessen oder nicht. Es freut mich, dass solch ein Thema mittlerweile gezielt in Videospielen angesprochen wird. Man hätte hier jedoch definitiv einen Mittelweg finden können zwischen Sozialkritik und aggressiver Frauenfeindlichkeit.

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Auch der Rassismus spielt eine große Rolle in CD Projekt Reds Spiel. So stellen die Elfen und Zwerge die ultimative Minderheit dar, ständig gedemütigt und von allen missachtet. Aber was ist mit den Menschen? In meiner bisherigen Spielzeit ist mir kein einziger schwarzer oder gar einer anderen Kultur angehörigen NPC über den Weg gelaufen. Auch hier schalteten sich die Warnlichter der amerikanischen Presse an. Kulturelle Darstellung in Spielen ist sehr wichtig, das zeigte auch das Spiel Rust in der Vergangenheit. Zu dem Zeitpunkt, als den Spielern nur ein einziger weißer Charakter zur Verfügung stand, interessierte es niemanden. Als es dann jedoch hieß, man könne sich seine Hautfarbe nicht mehr aussuchen, war das Geschrei riesig. Und trotzdem muss man hier einen Punkt setzen. Rollenspiele wie Skyrim, Dragon Age oder eben Witcher behandeln das Thema Rassismus auf seine eigene Art und Weise. So dienen andere Völker wie Elfen als Minderheit, das Gebiet Rassismus wird also nicht unter den Teppich gekehrt, sondern schlichtweg anderes behandelt. Die amerikanischen Redakteure haben also definitiv einen Treffer. Den Entwicklern vorzuwerfen, sie seien Sexisten oder Rassisten, ist jedoch definitiv zu dick aufgetragen.Ein Spiel kann auch durchaus „politisch und menschlich unangebracht“ sein, so lange sich jeder darüber im Klaren ist, das dies nicht der Standard ist. Wenn man sich also über die unpassenden Anmerkungen der besoffenen Männer in The Witcher aufregt und einem die Darstellungsform der Charaktere missfällt, ist alles in Ordnung. Man könnte natürlich noch an der Umsetzung der Themen ändern, aber dann hätte man weniger Spaß beim Aufregen und ich hätte weniger zu schreiben.

Fazit

Wie bereits anfangs erwähnt, habe ich all die fanatischen Fakten über The Witcher 3: Wilde Jagd ausgelassen. Schon vor einem Jahr war für mich klar, dass dieses Spiel ein ultimativer Erfolg wird. Warum also nochmal genau darüber berichten, was andere bereits mehrmals durchgekaut haben? The Witcher 3 bietet eine unfassbar schöne und riesige Spielwelt, eine immense Spielzeit von über 200 Stunden und strotzt grade so vor Liebe in jeder Ecke. Auch wenn Geralt manchmal die Brüste grade so ins Gesicht springen, verfügt das Spiel über toughe Charaktere, sowohl männliche als auch weibliche. Wer als RPG-Fan also keine Lust mehr auf glitzernde Einhörner hat, dem kann ich den dritten Teil der Witcher-Serie empfehlen.

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zum Original

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NOT A HERO – Auf Schnetzeljagd mit BunnyLord

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Hotline Miami 2: Wrong Number ging bei den Fans runter wie warme Butter. Trotz einiger Schwächen verglichen zum Vorgänger, konnte der Action-Shooter durch die puristische Gewaltinszenierung wieder begeistern. Angelehnt an den kaltblütigen Ton der Hotline Miami-Reihe, kommt nun Not A Hero

Hase im Menschenkostüm, oder Mensch im Hasenkostüm?

Die Bürgermeisterwahl steht an, BunnyLord ist einer der Kandidaten die sich für den Posten bewerben. Aber was macht man, wenn man in einer so kalten, gewaltvollen Stadt lebt? Genau, man holt sich den Kammerjäger. Diesen Kammerjäger spielt Steve. Dieser bietet BunnyLord seine fragwürdigen Fähigkeiten an. Insgesamt säubert man mit Steve fünf Stadtteile, bezieht Stellung und schießt auf alles was sich nicht schnell genug versteckt. Während dieser Säuberung trifft man auf neue, rekrutierbare Helden die sich ebenfalls in BunnyLord’s Dienst stellen. Wer Fan der Hotline Miami-Reihe ist, oder einfach mal ein bisschen ballern möchte (und sich von einem pinken Hasen-Mann rumkommandieren lassen will), der sollte mit Not A Hero gut bedient sein.

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notahero_xplorerNeues Sub-Genre dank „ISO-Slant Technologie“

Interessant ist hier übrigens die ISO-Slant Technologie aus eigenem Hause. Laut Entwicklern ist Not A Hero eine Mixtur von 2D und 2¼-Genre. Das würde eine komplett neue Form von Spielen ermöglichen. Ob dies in Zukunft in anderen Spielen umgesetzt wird und was für ein Unterschied das im Gameplay macht, werden wir spätestens zum Release erfahren.

 

Kholat

KHOLAT – Ungewisse Gefahren

Kholat

Originalfoto vom Camp der Wanderer

Kholat zeichnet sich durch eine sehr interessante Hintergrundgeschichte und mysteriöses Auftreten auf. Die Geschichte des Spiels basiert auf einer wahren Geschichte, Jonathan Frakes wäre stolz.

Horror in den Bergen

1959 wurden die neun Leichen einer russischen Wandergruppe, verstreut auf dem Kholat Syakhl gefunden, einem Berg in Russland. Wörtlich übersetzt „Dead Mountain“, wie passend. Während Ermittler nicht die geringste Ahnung haben was dort passiert ist. Zwei Leichen hatten keinen Kratzer, zwei andere waren übersät mit Knochen- und Rippenfrakturen. Eine „unbekannte Kraft“ habe die Verletzungen verursacht. Verstörend waren vor allem die Umstände. Die Zelte wurden panisch von innen nach außen von den Wanderern aufgerissen. Viele von ihnen liefen Barfuß los. Erinnerung: zu dieser Zeit herrschten ca. -25° auf dem Berg. Was schreckte die Wanderer also so sehr auf, dass sie nicht mal Zeit hatten ihr Zelt handelsüblich aufzumachen? Und warum wollten sie aus dem Zelt, dem eigentlich sichersten Ort flüchten? Kholat erzählt die Geschichte weiter.

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kholat_xplorerAllein optisch macht Kholat dank Unreal Engine 4 schon mal einiges her. Es führt uns durch schön verschneite Landschaften, mysteriöse Höhlen und verlassene Dörfer. Das klingt ja alles schön und gut, aber spätestens wenn einem einfällt dass es sich um einen Horrortitel handelt ändert sich die Stimmung.  Ingame-Navigation und Kompass sollen uns bei der Orientierung durch die offene Welt Kholats helfen. Bei dem Wort „Openworld“ zieht bei mir immer ein Schauer über den Rücken. Spiele wie Assassins Creed Unity haben mir einmal mehr gezeigt, dass eine offene Welt nicht immer die beste Lösung ist.

Bei Kholat könnte das jedoch anders sein. Das polnische Indie-Entwicklerteam IMGN.PRO verspricht ein nichtlineares Gameplay. Das heißt eine Menge Hintergrundgeschichte und Nebenaufgaben rund um das Verschwinden des Wanderteams. Man selbst spielt die Rolle eines Erkunders, der mehrere Jahre nach den Geschehen in das Gebirge zurückkehrt um die wahren Begebenheiten zu erkunden. Zusammen mit einem „Fear management system“ begibt man sich also auf die Suche. Das System ähnelt der Spielmechanik Amnesias. Je nachdem wo man sich befindet und was man macht schätzt dies dann den Angstfaktor ein. Eine Folge könnten möglicherweise Halluzinationen sein.

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Mich interessiert vor allem die Geschichte hinter all dem. Im Gegensatz zu einer Folge X-Faktor kann man sich hier sicher sein, dass die tragische Story echt ist. Einfach mal „Dyatlov Pass Incident“ googlen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, über den ursprünglichen Releasetermin ist es schon hinaus. Man kann jedoch definitiv noch dieses Jahr mit dem Titel rechnen.

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EVERYBODYS GONE TO THE RAPTURE und das Ende der Welt

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„Dies ist eine Meldung des Komitees für Katastrophenschutz. Aufgrund der ungewöhnlichen Umstände unterliegen Radio und Fernsehen ab sofort dem BfK gemäß der Krisenbereitschafts- und -handlungsverordnung von 1982. Lassen Sie Radio und Fernseher eingeschaltet. Bleiben Sie zu Hause und meiden Sie Kontakt. Führen Sie keine Telefongespräche außerhalb des Orts. Verfallen Sie nicht in Panik und bleiben Sie ruhig. Bleiben Sie auf diesem Sender für Neuigkeiten.“

Ein kurzer Kameraschwenk macht klar, dass da etwas nicht so ganz geklappt hat. Abgewohnte Matratzen, zerschlissene Kissen. Ein paar Frames später, blutige Taschentücher, ein Erste Hilfe-Kasten, noch mehr Blut.

Vor kurzen hat Everybodys Gone to the Rapture den Alpha-Status erreicht. Zu diesem Zeitpunkt ist das Spiel also komplett spielbar. Jetzt fehlt nur noch eins: Knapp 400 Bugs beheben und das Spiel erfolgreich veröffentlichen. Leichter gesagt als getan, das Entwicklerteam The Chinese Room arbeitet laut eigenen Aussagen jedoch auf Hochtouren. Die letzten Wochen vor der Beta-Phase beginnen, es wird nochmal alles abverlangt vom Team. Hier und da wird an den letzten Dingen rumgetüftelt, mit einer Aktion kommen gleich 50 neue Bugs dazu. Die Arbeit als Spiele Entwickler kann nervig und frustrierend sein, hier geht ein großer Sympathiepunkt an The Chinese Room für ihre Transparenz in Sachen Entwicklung. Wer mit dem Namen der Entwickler nichts anfangen kann, dem werden zumindest die Spiele ein Begriff sein.

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The Chinese Room erlangten ihren Durchbruch mit dem schönen Indie-Spiel Dear Esther und waren außerdem für Amnesia: A Machine for Pigs verantwortlich. Um die Wartezeit ein wenig zu überbrücken liefern die Entwickler nun neuen Stoff zum bestaunen: Screenshots, Trailer und einen Auszug des Soundtracks. Die Screens versprechen dank der Cry Engine ein sehr schön anzusehendes Spiel.

Final Fantasy X/X-2 HD Remaster

Final Fantasy X/X-2 HD Remaster : Nostalgie Trip

Final Fantasy X/X-2 HD RemasterErst letztes Jahr brachte Square Enix eine Final Fantasy X/X-2 HD Version für die PlayStation 3 und die Vita heraus. JRPG Fans freuten sich, ich weinte bitter in mein Kissen, ohne PS3. Ende letzten Jahres kam dann die Nachricht, eine PS4-Remaster-Version sei in Planung. Andere stöhnten genervt: „Schon wieder?“ – und ich freute mich. Zeit um in Erinnerungen zu schwelgen und sich zu fragen: „Lohnt sich das wirklich?“

Einmal Kindheit zum Mitnehmen

Final Fantasy X war in den jungen Jahren (neben Pokémon) mein ultimatives Spiel. Nachdem ich im Unterricht lieber Pokémon spielte als aufzupassen, ging es zusammen mit der besten Freundin nach Hause, um sich endlich wieder vor die heißersehnte PlayStation 2 zu setzen. Damals, als es noch keine 30-Euro-DLCs und Extended-Premium-Collector‘s-Editions gab. Samt Lösungsbuch ging es dann ab nach Spira, um einige Monster zu töten und neue Abenteuer zu erleben. Knapp 13 Jahre später kommt nun eine PS4-Version heraus, die in mir wieder genau dieses – damals so aufregende – kindliche Gefühl weckt.

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Final Fantasy X/X-2 HD RemasterEin Stück JRPG-Kultur

Wer aktiv die Final Fantasy-Reihe verfolgt der weiß, dass mit Final Fantasy X schon der zehnte Teil der Serie in den Verkauf ging. Bereits 1987 startete die Serie mit dem ersten Teil „Final Fantasy“ durch. Square Enix ist fleißig, mit dem Release von Lightning Returns: Final Fantasy XIII legte man schon 13 Titel der Serie hin. Respekt. Da es durchaus möglich ist, dass hier einige noch gar keinen Kontakt zu der Japano-RPG-Serie hatten, hier ein kleiner Einblick in die Geschichte.

Grundsätzlich haben nicht alle Teile der FF-Reihe miteinander zu tun. So haben die neu veröffentlichten Titel X und X-2 ihre in sich eigene Geschichte. Die Geschichte zu den Spielen ist jedoch meist leicht erklärt. Eine klar definierte böse Macht bedroht die sonst so friedliche Welt. Die Heldentruppe (unsere Protagonisten) nehmen am Kampf gegen die Bedrohung teil, oftmals aus persönlichem Interesse. Ziel der Gegner ist es, die Welt in Chaos zu stürzen oder das Ende der Welt herbeizuführen. Eben die alltäglichen Aufgaben eines Spiele-Bösewichts. Auf dem Weg zum „wahren Endgegner“ stellt man sich humanoiden Monstern oder cyborgartigen Kreaturen, je nach Titel.

Die seichte, wenn auch manchmal etwas verworrene Geschichte der Spiele macht Final Fantasy jedoch nicht zu einer schlechten Serie. Man schaue sich nur ein Franchise wie Assassin‘s Creed an.


Final Fantasy X/X-2 HD RemasterZurück nach Spira

Für Leute, die im Besitz einer PS3 oder Vita sind, ist dieser Relaunch natürlich nichts Neues. Denn zwischen der im März letzten Jahres herausgekommenen und der PS4-Version gibt es kaum nennenswerte Unterschiede. Es wurde nochmal ein wenig am Texturen- und Lichtschalter gedreht, hier und da wurden Dinge verschönert. Ein paar kleine neue Features wurden natürlich auch noch eingebaut. So hat der Spieler nun die Möglichkeit, den Original-Soundtrack der 2002er Version zu hören oder auf die Remaster-Version zu schalten. Eine schöne Funktion, gerade nachdem viele Fans der Original-Auflage hinterher weinten und nicht mit der neuen Version zufrieden waren. Gesagt, getan, die PS4 macht’s möglich. Diejenigen die bereits eine PS3 Version besitzen, haben die Möglichkeit, ihren Spielstand via Cross-Save auf die neue Konsole übertragen.

Ziemlich happig ist hier aber der Preis. Wer die „alte“ HD-Version  bereits hat, muss trotzdem die vollen 50 Euro für die PS4-Remaster-Version zahlen. Hier hätte man ruhig einen Rabatt für die treuen Fans gewähren können. 100 Euro für ein Spiel zu verlangen, dass seit über einem Jahrzehnt draußen ist, geht definitiv zu weit.

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Auch bei den Inhalten hat Square Enix ein klein wenig draufgelegt. Neben einigen neuen Bosskämpfen beinhaltet die Remaster-Version das vorher noch nie (außer in der HD-Version) außerhalb Japans veröffentlichte Sequel zu Final Fantasy X-2: Last Mission. Dazu kommt noch ein Video, welches die Ereignisse zwischen X und X-2 verknüpft. Nichts Großartiges, trotzdem ein schöner kleiner Fan-Service.

Fazit

 

Final Fantasy X/X-2 HD RemasterFür damalige Verhältnisse war Final Fantasy X seiner Zeit weit voraus. Starkes Storytelling, schönes rundenbasiertes Kampfsystem und schön grafisch-bombastische Cutscenes. Diese können meiner Meinung nach noch immer mit denen in der heutigen Zeit mithalten. Die Jahre merkt man den Titeln natürlich trotzdem an. Die Grafik wurde so gut es geht an heutige Verhältnisse angepasst, schließlich handelt es sich hier nicht um eine Neuauflage, sondern lediglich um ein Remaster. Das ist so wie eine alte Frau dafür zu beschimpfen, dass sie zu langsam über die Straße geht. Wie für ein RPG typisch ist man hier mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 200 Stunden gut dabei. Das Final Fantasy X PS4 Remaster ist für all diejenigen, die ein schönes Stück JRPG-Geschichte wieder aufleben lassen wollen, oder einfach mal einen Blick hineinwerfen möchten. Leute, die gerne in Nostalgie schwimmen (oder ertrinken), empfehle ich den Kauf. Steht jedoch die PS3-Version schon daheim, ist vom Kauf abzuraten. Während ich auf den Final Fantasy X-3 warte, setze ich mich zuhause vor meine PS4 und denke an mein damaliges Ich zurück. Mit aufgeschürften Knien und dem Game Boy Color unter dem Schultisch.

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ASSASSINS CREED SYNDICATE Auf den Straßen Londons

 Das Video umfasste eine Menge Informationen zum Spiel und seinen Neuerungen. Verantwortlich für die Produktion ist Ubisoft Quebe, die schon an anderen Assassins Creed Teilen mitarbeiteten. Alles rund um Jacob Frye, den Arbeiteraufstand und lustiges Seilrutschen erfahrt ihr hier.

Assassins Creed Syndicate1Der Londoner Pimp und die Assassine

Jacob Frye, geborener Assassine mit Londoner Schnauze. Frech, brutal und rücksichtslos stellt er das genaue Gegenteil seiner Zwillingsschwester Evie dar. Beide von Geburt an als Assassine trainiert. Sie spielt die Rolle der achtsamen, rationalen und rettet ihrem Bruder oftmals den Hintern. Schon im Voraus habe ich mich sehr gefreut, denn mit Evie erhält das Franchise seine erste weibliche (spielbare) Assassine. Das freut nicht nur weibliche Spieler wie mich, sondern bringt vielleicht auch endlich mal den schon so lange gewünschten neuen Wind ins Spiel. Während man als Jacob den aggressiven und brutalen Part eines Assassinen übernimmt,  tötet Evie ihre Feinde lieber im Schatten der Gemäuer Londons. Außerdem erhält sie ihre eigene Story-Line und hat, genauso wie Jacob, einen eigenen Skillbaum.

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Hut ab Ubisoft, für jemanden der vor einigen Jahren den Mangel an Frauen im Franchise damit begründete sie seien „schwieriger zu animieren“ ist das ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Während schon seit Jahren über den Zustand der Reihe gequengelt wird, ist das (zumindest für mich) wieder ein triftiger Grund selbst Hand ans Spiel zu legen.

Düster und dreckig: Die industrielle Revolution

Assassins Creed Syndicate2 In Syndicate begeben wir uns in gemeinsam mit den Assassinen-Zwillingen in das Jahr 1868, und landen mitten in der industriellen Revolution. Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Menschheit. Von fast noch mittelalterlichen Verhältnissen zu bahnbrechenden Erfolgen wie Elektrizität, Pferde-Transportwagen und Eisenbahnen. Das alles führte zu einer stark beschleunigten Entwicklung. Eine komplette Umstrukturierung von sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse fand statt, jedoch sah es (wie immer) nicht für alle so rosig aus. Die niederen Arbeiter, die den größten Anteil an diesem Wachstum hatten, lebten in niederen Verhältnissen. „Hart arbeiten, jung sterben“ war das „Live fast die young“ der Neuzeit.

Und dann kommt Jacob und will das alles ändern. Wie schon in den Vorgängern kämpft unser Protagonist/in um die Freiheit der niederen Schichten, stets bemüht um das Wohl der Menschen die von der Gesellschaft unterdrückt werden. Im Gegensatz zu damaligen Verhältnissen regieren hier keine Könige, Geld ist das neue Mittel der Macht. Egal ob hart erarbeitet oder blutig verdient.

Schlagkräftige Argumente

Alles steht im Wandel der Zeit. Nicht nur die Machtverhältnisse wurden verändert, auch dem Kampf gibt Ubisoft ein ganz  neues Gesicht. Statt Kämpfe per Schwert auszufechten geht es nun Auge um Auge, Zahn um Zahn in dreckigen Faustkämpfen. „Die Gesellschaft hat sich verändert, mit einem Messer am Gürtel herumzulaufen wäre viel zu auffällig. Lieber kämpft man mit versteckten Klingen oder Schlagringen.“ Schon die ersten Gameplay-Szenen zeigen die neuen Kämpfe. Sie wirken härter, intimer und direkter. Statt sich hinter einer langen Klinge zu verstecken oder per Bogen Feinde auszuschalten, scheint Ubisoft nun mehr auf die „knallharte“ Variante zu setzen. So ganz ohne spitze Klinge können wir dann aber doch nicht. Mit dem „Kukri“, eine dolchartige Waffe mit gekrümmter Klinge, schalten wir Gegner aus der Nähe aus. Auch der Revolver ist mittlerweile fester Bestandteil der Ausrüstung geworden. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, sich mit einem Seil und Haken fortzubewegen. So entgeht man brenzligen Situationen am Boden mit einem einfachen Schuss nach oben auf das nächste Dach, und schon macht man einen Abgang à la Robin Hood.

Assassins Creed Syndicate3Pferde-Racing und Bandenkriege

But wait, there is more! So wie es aussieht ist Ubisoft sichtlich bemüht etwas an dem Spielverhalten eines Assassin Creed’s zu verändern. So wurde ebenfalls ein komplett neues Verkehrssystem eingeführt. Auf den Straßen findet man nun Pferdekutschen. Diese sollen eine Menge an neuen Möglichkeiten bieten, Gameplay sowohl schneller als auch variabler zu gestalten. So ist es möglich, von einem Wagen zu anderen zu springen, sich in ihnen zu verstecken oder sogar selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. Das Ganze dient als Vorlage für Verfolgungsjagden, oder einem sonnigen Ausflug in den Park. Auf dem Pferd jagen wir unsere Ziele, hinten dran hängt uns der Feinds, der zielstrebig versucht unseren Wagen lahmzulegen. Ein bisschen „Lore-Breaking“ finde ich das simple Überfahren von Fußgängern, das so wie es aussieht kaum zu verhindern ist. Als angehender Assassine und Friedensbringer für die Armen überfährt der Spieler im Stream-Video dann mal eben 4-5 Passanten.

Ähnlich wie beim Vorgänger Assassins Creed Unity ist das viktorianische London in seine einzelnen Viertel aufgeteilt. Die Viertel werden von unterschiedlichen Mächten regiert, diese es gilt langsam aber sicher auszuschalten. So rettet man seine Verbündete und erweitert seinen Macht-Radius. In deinem Bandenkrieg stehen sich dann eure Verbündeten mit den einzunehmenden Mächten gegenüber. Das alles ist ja schön und gut, aber geht da nicht ein bisschen das Assassinen-Feeling verloren? Auch das bleibt abzuwarten.

Mit Assassins Creed Syndicate kündigt Ubisoft seit langen ein Ableger der Reihe an, der vielleicht wirklich etwas verändern könnte. Für den doppelten-Story Strang samt weiblicher Protagonistin gibt es ein dickes Plus. Ein großes Fragezeichen gibt es hingegen für die Faustkämpfe und Bandenkriege. Der Release ist noch lange nicht in Sicht, es kann sich also noch eine Menge ändern. Ich bin gespannt was Ubisoft mit den zwei neuen Gesichtern anstellt und wie die Geschichten der Assassinen-Zwillinge ineinander übergehen.

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Alle Informationen findet ihr nochmal im 30-minütigen Stream.

America's Got Powers

AMERICA’S GOT POWERS – Superhelden treffen auf die Hunger Games

America's Got PowersSuperman, Spiderman, Elektra. Alle haben eins gemeinsam: Sie sind stark und Kriminelle fürchten sie. Wie der Begriff „Superheld“ schon vermuten lässt, handelt es sich um Menschen (und anderes) mit übernatürlichen Fähigkeiten. Sei es die inzwischen recht bekannte Fähigkeit, sich mit Spinnenfäden durch die Luft zu befördern – oder auch nur ein Spiegelei per Laserblick zu braten.

Was aber, wenn die Rollenverteilung einmal umgedreht wird? Wenn die Superkräfte einen viel mehr zum Außenseiter der Gesellschaft machen? In Jonathan Ross‘ Superhelden-Comic America’s Got Powers wird das Machtverhältnis gehörig auf den Kopf gestellt.

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Baby Boom in San Francisco

Alles begann vor 18 Jahren. Ein riesiger strahlender Kristall bedeckte den Himmel, die Menschen, sichtlich verwundert, ließen alles stehen und liegen. Mit einem Mal gebar jede schwangere Frau im Umkreis ihr Kind, egal ob im ersten oder siebten Monat. Das Ergebnis: Die Generation Superheld. Ähnlich wie bei X-Men werden die Menschen also schon mit einer speziellen Gabe geboren statt sie im Laufe ihrer Geschichte (siehe Spiderman) zu bekommen. Auch sonst sind die Mensch/Superheld-Verhältnisse stark an den Marvel-Klassiker angelehnt.

Wir machen einen Sprung zu Tommy Watts, dem Hauptprotagonisten der Geschichte. Ein verplanter Tollpatsch wie aus dem Buche und gleichzeitig der einzige Superhelden-Teenager ohne…naja…Superkräfte. Ziemlich lasch. Von klein auf zusammengeschlagen und ausgelacht für seine „Unfähigkeit“, hat er sich an seine Position als Nullnummer gewöhnt. Dafür erhält er den passenden Spitznamen „Zero.“ Besitzt man Kräfte, wird man verstoßen. Ist man normal, muss man mit Spott rechnen. Egal was man tut, man kann es nie allen recht machen.

America's Got PowersMediengeilheit und Reality-TV-Wahn

Generell hält Jonathan Ross seinen Comic in einem sehr sozialkritischen Ton. Die Probleme der Gesellschaft und die der Superhelden lassen sich leicht auf unsere sozialen Konflikte zurückführen: Intoleranz gegenüber anderen und der Sucht nach mehr. Mehr Ruhm, mehr Geld, mehr Macht.

Angelehnt an kulturell wertvollen Serien wie „Das Supertalent“, „America‘s Got Talent“ oder „DSDS“, finden wir uns hier bei „America’s Got Powers“ wieder. Mehr Superkräfte, aber genauso niveauvoll. Hier wird jedoch mit Druck gearbeitet. Die Superhelden sind eine Belastung für die Gesellschaft. Durch eine nicht vorhandene staatliche Unterstützung verarmen diese, werden aggressiv und dann weggesperrt. Unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit werden sie wie Zuchtvieh behandelt und für absurde Experimente missbraucht.

America’s Got Powers gehört zu den beliebtesten Serien, baut jedoch langsam ab. Die Zuschauer wollen mehr. Mehr Gewalt, mehr Brutalität, mehr stumpfe Unterhaltung. Vergleichbar mit einer Mischung aus Gladiatoren-Kampf und Hunger Games, treten hier die anstrebenden Superhelden an. Der Preis? Der Platz in der einzig anerkannten „Superhelden-Liga.“ Mehr als Ruhm und den Titel steckt jedoch nicht dahinter. Anstatt das Leid vieler Menschen dank Superkräfte zu verringern ist das Gesicht im Fernsehen wichtiger. Traurig, aber wahr. In verschiedenen Prüfungen müssen sich die Neulinge beweisen, um sich schließlich gegen die momentan herrschende Superhelden-Liga zu beweisen. Oftmals enden die Kämpfe mit schweren Verletzungen, Verkrüpplung oder dem Tod.

Jeder normal denkende Mensch würde mit allen Mitteln verhindern, in solch einer Show aufzutreten und sein Leben zu riskieren für ein kleines Stückchen Ruhm. (Also naja, wenn man nicht genauer drüber nachdenkt zumindest.) Die Übermenschen werden in der Gesellschaft jedoch so stark unterdrückt, dass ihnen kaum etwas anderes übrig bleibt. Die Regierung weiß, wie man die Menschen manipuliert. Winzige Wohnzwinger mit mehreren Menschen, keine Rechte, Ausgestoßene der Gesellschaft. Mit einem Platz in der beliebten Reality-TV-Show können sie dank einer „Höherstufung“ ihren Rang verbessern und sich so mehr Raum und Freiheiten sichern.

America's Got PowersDer Loser der Nation

Kommen wir zurück zu Tommy Watts. Auch er musste in der Vergangenheit die grausame Realität der korrupten Gesellschaft spüren. Bobby Watts, sein Bruder, starb im Kampf gegen die amtierende Superhelden-Liga. Keine Leiche, keine Erinnerungen. Selbst dieses Stück Menschlichkeit wird ihnen nicht gelassen. Den Grund dafür erfährt man später und der ist widerwärtiger als man sich zuerst vorstellt, ganz nach dem Motto „From Zero to hero.“ Wer ein bisschen nachdenkt und Erfahrung mit Storytelling hat, der dürfte schon wissen, was auf uns zukommt. Nachdem Tommy als Maskottchen in der aktuellen Staffel der TV-Show arbeitet, verspüren Publikum und Teilnehmer die Ausmaße der Gier. Die Kandidaten werden durch die Kampf-Roboter in der Arena regelrecht zerstückelt. Schafft man es an den Maschinen vorbei, kommen die Kandidaten in die nächste Runde. Durch eine zu radikale Programmierung greifen diese jedoch nicht nur die Superhelden an, auch das Publikum ist nicht sicher. Ganz „Shit happens“ denkt sich der Sender und hält die Kamera trotzdem weiter auf das Geschehen. Vergleichbar mit Leuten, deren erster Reflex bei einem Unfall der Griff in die Hosentasche ist, um das Smartphone zu zücken. Bei dem Versuch, ein Kind vor den terrorisierenden Maschinen zu retten, erreicht Tommy ungeahnte Kräfte. Ist die Nullnummer der Nation vielleicht einer der mächtigsten Menschen der Welt? Der erste Band endet mit einem großen Cliffhanger rund um Tommy’s Zukunft.

America's Got PowersSozialkritik und Superhelden

Besonders gefällt mir Jonathan Ross‘ ernster Unterton. In fast jeder Zeile bemerkt man Parallelen zu den Problemen unserer heutigen Zeit. Sei es die unersättliche Mediengeilheit oder das Verlangen, andere Menschen zu unterdrücken. Eine wichtige Rolle spielt hier Senatorin Susan Handler. Diese übt eine viel größere Macht auf ihre übernatürlichen Bewohner aus als pure Gewalt: Psycho-Terror. Durch geschickte Manipulation werden Angehörige ins Visier genommen und als Druckmittel genutzt. Hinter dem riesigen Media-Deckmantel steckt jedoch noch viel mehr, als sich anfangs erahnen lässt. Die Gier nach Kontrolle über die Übermenschen und unersättliche Kraft macht sie auf Tommys unglaubliche Kräfte aufmerksam. Ich bin gespannt, was uns im nächsten Band erwartet.

Vor einigen Wochen ist erstmalig die deutsche Version des Softcover-Bands erschienen. Der erste Sammelband beinhaltet die ersten drei Teile des Comics. Insgesamt besteht die Serie aus sieben Heften, man kann also mit einem zweiten Sammelband rechnen.

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Fazit

Statt den sonst so hoch gepriesenen Superhelden findet man hier neben Kickass die wohl realste Version über das Leben der Supermenschen. Statt einer Prise nimmt Jonathan Ross gleich eine Handvoll Kritik an uns Menschen. Zusammen mit Bryan Hitch’s schön inszenierten Zeichnungen ist America’s Got Powers definitiv einer der Comics, die ich auch privat weiterlesen werde. Jetzt bitte noch eine (gelungene) Verfilmung und ich bin zufrieden.