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ASSASSINS CREED SYNDICATE Auf den Straßen Londons

von Anne Zarnecke am 13. Mai 2015

 Das Video umfasste eine Menge Informationen zum Spiel und seinen Neuerungen. Verantwortlich für die Produktion ist Ubisoft Quebe, die schon an anderen Assassins Creed Teilen mitarbeiteten. Alles rund um Jacob Frye, den Arbeiteraufstand und lustiges Seilrutschen erfahrt ihr hier.

Assassins Creed Syndicate1Der Londoner Pimp und die Assassine

Jacob Frye, geborener Assassine mit Londoner Schnauze. Frech, brutal und rücksichtslos stellt er das genaue Gegenteil seiner Zwillingsschwester Evie dar. Beide von Geburt an als Assassine trainiert. Sie spielt die Rolle der achtsamen, rationalen und rettet ihrem Bruder oftmals den Hintern. Schon im Voraus habe ich mich sehr gefreut, denn mit Evie erhält das Franchise seine erste weibliche (spielbare) Assassine. Das freut nicht nur weibliche Spieler wie mich, sondern bringt vielleicht auch endlich mal den schon so lange gewünschten neuen Wind ins Spiel. Während man als Jacob den aggressiven und brutalen Part eines Assassinen übernimmt,  tötet Evie ihre Feinde lieber im Schatten der Gemäuer Londons. Außerdem erhält sie ihre eigene Story-Line und hat, genauso wie Jacob, einen eigenen Skillbaum.

Hut ab Ubisoft, für jemanden der vor einigen Jahren den Mangel an Frauen im Franchise damit begründete sie seien „schwieriger zu animieren“ ist das ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Während schon seit Jahren über den Zustand der Reihe gequengelt wird, ist das (zumindest für mich) wieder ein triftiger Grund selbst Hand ans Spiel zu legen.

Düster und dreckig: Die industrielle Revolution

Assassins Creed Syndicate2 In Syndicate begeben wir uns in gemeinsam mit den Assassinen-Zwillingen in das Jahr 1868, und landen mitten in der industriellen Revolution. Ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Menschheit. Von fast noch mittelalterlichen Verhältnissen zu bahnbrechenden Erfolgen wie Elektrizität, Pferde-Transportwagen und Eisenbahnen. Das alles führte zu einer stark beschleunigten Entwicklung. Eine komplette Umstrukturierung von sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse fand statt, jedoch sah es (wie immer) nicht für alle so rosig aus. Die niederen Arbeiter, die den größten Anteil an diesem Wachstum hatten, lebten in niederen Verhältnissen. „Hart arbeiten, jung sterben“ war das „Live fast die young“ der Neuzeit.

Und dann kommt Jacob und will das alles ändern. Wie schon in den Vorgängern kämpft unser Protagonist/in um die Freiheit der niederen Schichten, stets bemüht um das Wohl der Menschen die von der Gesellschaft unterdrückt werden. Im Gegensatz zu damaligen Verhältnissen regieren hier keine Könige, Geld ist das neue Mittel der Macht. Egal ob hart erarbeitet oder blutig verdient.

Schlagkräftige Argumente

Alles steht im Wandel der Zeit. Nicht nur die Machtverhältnisse wurden verändert, auch dem Kampf gibt Ubisoft ein ganz  neues Gesicht. Statt Kämpfe per Schwert auszufechten geht es nun Auge um Auge, Zahn um Zahn in dreckigen Faustkämpfen. „Die Gesellschaft hat sich verändert, mit einem Messer am Gürtel herumzulaufen wäre viel zu auffällig. Lieber kämpft man mit versteckten Klingen oder Schlagringen.“ Schon die ersten Gameplay-Szenen zeigen die neuen Kämpfe. Sie wirken härter, intimer und direkter. Statt sich hinter einer langen Klinge zu verstecken oder per Bogen Feinde auszuschalten, scheint Ubisoft nun mehr auf die „knallharte“ Variante zu setzen. So ganz ohne spitze Klinge können wir dann aber doch nicht. Mit dem „Kukri“, eine dolchartige Waffe mit gekrümmter Klinge, schalten wir Gegner aus der Nähe aus. Auch der Revolver ist mittlerweile fester Bestandteil der Ausrüstung geworden. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, sich mit einem Seil und Haken fortzubewegen. So entgeht man brenzligen Situationen am Boden mit einem einfachen Schuss nach oben auf das nächste Dach, und schon macht man einen Abgang à la Robin Hood.

Assassins Creed Syndicate3Pferde-Racing und Bandenkriege

But wait, there is more! So wie es aussieht ist Ubisoft sichtlich bemüht etwas an dem Spielverhalten eines Assassin Creed’s zu verändern. So wurde ebenfalls ein komplett neues Verkehrssystem eingeführt. Auf den Straßen findet man nun Pferdekutschen. Diese sollen eine Menge an neuen Möglichkeiten bieten, Gameplay sowohl schneller als auch variabler zu gestalten. So ist es möglich, von einem Wagen zu anderen zu springen, sich in ihnen zu verstecken oder sogar selbst die Zügel in die Hand zu nehmen. Das Ganze dient als Vorlage für Verfolgungsjagden, oder einem sonnigen Ausflug in den Park. Auf dem Pferd jagen wir unsere Ziele, hinten dran hängt uns der Feinds, der zielstrebig versucht unseren Wagen lahmzulegen. Ein bisschen „Lore-Breaking“ finde ich das simple Überfahren von Fußgängern, das so wie es aussieht kaum zu verhindern ist. Als angehender Assassine und Friedensbringer für die Armen überfährt der Spieler im Stream-Video dann mal eben 4-5 Passanten.

Ähnlich wie beim Vorgänger Assassins Creed Unity ist das viktorianische London in seine einzelnen Viertel aufgeteilt. Die Viertel werden von unterschiedlichen Mächten regiert, diese es gilt langsam aber sicher auszuschalten. So rettet man seine Verbündete und erweitert seinen Macht-Radius. In deinem Bandenkrieg stehen sich dann eure Verbündeten mit den einzunehmenden Mächten gegenüber. Das alles ist ja schön und gut, aber geht da nicht ein bisschen das Assassinen-Feeling verloren? Auch das bleibt abzuwarten.

Mit Assassins Creed Syndicate kündigt Ubisoft seit langen ein Ableger der Reihe an, der vielleicht wirklich etwas verändern könnte. Für den doppelten-Story Strang samt weiblicher Protagonistin gibt es ein dickes Plus. Ein großes Fragezeichen gibt es hingegen für die Faustkämpfe und Bandenkriege. Der Release ist noch lange nicht in Sicht, es kann sich also noch eine Menge ändern. Ich bin gespannt was Ubisoft mit den zwei neuen Gesichtern anstellt und wie die Geschichten der Assassinen-Zwillinge ineinander übergehen.

Alle Informationen findet ihr nochmal im 30-minütigen Stream.

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ASSASSINS CREED SYNDICATE Auf den Straßen Londons

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