Mass Effect

Die sieben denkwürdigsten Mass Effect-Momente

Der diesjährige N7 Day steht bevor, zur Feier haben wir einige unserer liebsten Mass Effect-Momente zusammengefasst.

Meine ganz persönliche Mass Effect-Geschichte begann kurz nach der Veröffentlichung von Mass Effect 3. Ich hatte keinerlei Vorwissen zu dem Franchise, sah jedoch die Trilogie-Edition in meinem Elektromarkt des Vertrauens, und beschloss mich dazu sie einfach mitzunehmen. Letztendlich spielte ich alle drei Spiele innerhalb weniger Wochen durch, und plötzlich geleiteten mich Shepard und die Besatzung der Normandy, durch eine anderweitig schwierige Zeit meines Lebens. Somit wird Mass Effect stets einen sehr sentimentalen Wert für mich haben.

Nun steht erneut der N7-Day vor der Tür, ein Tag, den BioWare oftmals für die Verkündung großer News nutzt. Mit all den Leaks und Spekulationen im Umlauf, steht die Chance gut, dass wir endlich eine offizielle Ankündigung für eine Remastered-Version der Trilogie erhalten. Aus diesem Grund nehmen wir uns nochmal ein wenig Zeit und erinnern uns an die denkwürdigsten Momente der Trilogie!

Eine kleine Vorwarnung: Natürlich enthält dieser Text auch einige Spoiler für die drei Spiele.

Mass Effect

Das Gespräch mit Sovereign

Mass Effect 1

Zugegebenermaßen fiel mir der Einstieg in Mass Effect 1 damals etwas schwer. Nicht unbedingt bekannt für sein phänomenales Kampfsystem, sorgte das Gameplay an einigen Stellen für Frustration. Doch Stück für Stück kam die Geschichte rund um die Reaper, die Völker der Galaxie sowie unsere Rolle zusammen und packte mich. Als Höhepunkt der geschichtlichen Entwicklung von Mass Effect 1 steht für mich das Gespräch mit Sovereign, der feindseligen Raumschiff-K.I. Die Pläne der Reaper werden offenbart und so langsam verstehen wir, worauf wir uns als Commander Shepard da eingelassen haben.

Mass Effect

Die Zerstörung der Normandy SR-1

Mass Effect 2

Mass Effect 2 beginnt mit einem Knall. Einer Explosion um genau zu sein, denn die Normandy, unser geliebtes Raumschiff, steht nach einem Angriff komplett in Flammen. Kurz darauf sehen wir in einer RoboCop-artigen Sequenz, wie Teile unseres Körpers als Folge der Katastrophe mit mechanischen Elementen ersetzt werden müssen.

Mass Effect 2 bietet uns deutlich mehr Action als der erste Teil. Mit dem Verlust der Normandy und Shepards Nahtoderfahrung, wissen wir als Spieler bereits im Intro, dass uns so einige harte Situationen erwarten.

Mass Effect

Suicide Mission

Mass Effect 2

Videospiele lassen uns nur selten wirklich etwas riskieren. Oftmals überleben unsere Charaktere, auch wenn wir es wirklich verbocken. Die Suicide Mission aus Mass Effect 2 erinnerte jedoch viele Spieler daran, dass wir als Commander einer Besatzung, auch das Leben vieler Menschen in den Händen halten.

Mein erster Durchlauf der Suicide Mission war… weniger erfolgreich. Meine ahnungslosen Entscheidungen und der Mangel an Vorbereitung sorgten schnell dafür, dass einige meiner Lieblinge ihr Leben während der Mission verloren. Fast schon traumatisiert von den Bildern kehrte ich zu einem früheren Spielstand zurück, schaute mir Guides an und schaffte es letztendlich, die Suicide Mission ohne Todesfälle abzuschließen. Für einige mag dies Betrug sein, doch meinem Seelenfrieden tat es gut. 

Noch immer zählt die Suicide Mission zu den denkwürdigsten Videospiel-Momenten meines Lebens. Die plötzliche Realisation über die Auswirkungen unserer Entscheidungen, sowie die allgemeine Brutalität der Tode, ist noch heute in meinem Hirn eingebrannt und erinnert mich daran, in Spielen öfters zu speichern.

Mass Effect

Die Garrus Vakarian-Romanze

Mass Effect 2

Ehrlich gesagt bin ich nicht unbedingt ein Fan von Romanzen in Videospielen. Oftmals wirkt mir das ganze zu schnulzig, oder die Charaktere selbst sind nicht ansprechend genug. Eine Ausnahme bildet für mich jedoch die Mass Effect-Reihe, die immer wieder mit seinen charmanten Charakteren begeistert, egal ob Mensch oder Alien.

Besonders der turianische Ermittler Garrus Vakarian hat es vielen Spielern angetan. Während wir ihn im ersten Teil der Spielereihe noch nicht um den Finger wickeln können, bietet uns vor allem Mass Effect 2 einige schöne, humorvolle und denkwürdige Momente mit dem Charakter. Es ist die recht lockere Art der Beziehung zwischen Shepard und Garrus, die die Romanze echt und ungezwungen wirken lässt. 

Mass Effect

Geth oder Quarianer

Mass Effect 3

Nachdem wir erfolgreich einen Reaper besiegt haben, stehen wir in der Mass Effect 3-Mission “Priorität: Rannoch” vor einem Scheideweg: Die Quarianer wollen die Situation nutzen, um die Maschinenrasse der Geth endgültig auszulöschen. Unser Geth-Crewmitglied Legion hingegen möchte ein Update hochladen, wodurch die Geth zum eigenständigen Denken fähig werden. Je nachdem für welche Seite wir uns entscheiden, stirbt entweder Tali oder Legion.

Das muss jedoch nicht sein. Aufgrund einiger taktischer Entscheidungen in Mass Effect 2, hatte ich glücklicherweise die Möglichkeit, einen Frieden zwischen den beiden Völkern herzustellen. Somit musste ich niemanden opfern, ein weiterer Suicide Mission-Moment konnte verhindert werden. Dies ist nur eines von vielen Beispielen, die für die Qualität der durchdachten Szenarien innerhalb der Trilogie stehen. So bestimmen Entscheidungen, die wir in vergangenen Spielen getroffen haben, manchmal über Leben und Tod.

Mass Effect

Mordin Solus Tod

Mass Effect 3

Es ist schwer, den brillanten und etwas skurrilen Wissenschaftler Dr. Mordin Solus im Laufe der Trilogie nicht ins Herz zu schließen. Egal ob mit grausamen Gesangseinlagen, oder merkwürdigen Ratschlägen. Dabei hat der Salarianer eine ziemlich düstere Vergangenheit: als Wissenschaftler arbeitete er mit an der Erhaltung der Genophage, einer Biowaffe, die die Fortpflanzung der Kroganer stark unterdrückt. Die ethischen Diskussionen rund um die Waffe spitzen sich in der Mass Effect 3-Mission “Priorität: Tuchanka” zu. Um seine vergangenen Fehler wiedergutzumachen, stimmt Mordin der Arbeit an einem Heilmittel für die Genophage zu, doch so einfach machen es uns die Entwickler natürlich nicht.

Wenn wir uns für die Heilung der Genophage entscheiden, stirbt Mordin aufgrund verschiedener Umstände. Sabotieren wir das Heilmittel und die Genophage bleibt weiter erhalten, überlebt er —doch zu welchem Preis? Es gibt kein anderes Spiel, bei dem ich so viel geweint habe wie in Mass Effect 3, das mich immer wieder zwischen meinem moralischen Kompass und der Sympathie gegenüber meiner Crewmitglieder entscheiden ließ. 

Mass Effect

Thanes Geschichte

Mass Effect 2 & 3

Da wir gerade beim Thema weinen sind, machen wir mit Thane und seiner persönlichen Geschichte weiter. Bei der Recherche rund um die Lieblingsmomente anderer Mass Effect-Fans, war ich überrascht darüber, wie selten dieser erwähnt wurde. 

Unsere Momente mit dem Drell sind zwar flüchtiger als die mit anderen potenziellen Partnern, dafür umso bedeutsamer. Seine kühle, in sich gekehrte Persönlichkeit taut im Laufe der Mass Effect 2-Romanze auf, bei der er viel Preis gibt: den Verlust seiner Frau, seine Spiritualität, sowie seine Liebe zu Shepard. Die Beziehung kommt zu einem dramatischen Höhepunkt, als wir erfahren, dass Thane todkrank ist. In Mass Effect 3 nehmen wir erneut Kontakt auf, doch unsere Momente mit ihm sind kurz angebunden. Letztendlich stirbt er durch eine Schussverletzung vom Cerberus-Bösewicht Kai Leng. Noch heute wünsche ich mir, dass wir mehr Zeit mit Thane gehabt hätten. Mass Effect 3 gibt uns keine Möglichkeit, die Beziehung mit ihm weiterzuentwickeln und lässt Thane-Fans ein wenig im Stich. Dabei hat er mindestens genau so viel zu erzählen, wie Garrus oder Mordin.

Was sind eure schönsten / traurigsten Momente aus der Trilogie, oder habt ihr vielleicht sogar einige denkwürdige Momente in Mass Effect: Andromeda erlebt? Erlebnisse wie die Suicide Mission oder Mordins Tod, werden für uns immer als starke Erinnerungen erhalten bleiben.

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