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EPISTORY: Die Tastatur als Waffe

epistory-mapSchreibblockaden sind eine lästige, manchmal sogar gefährliche Sache. Egal ob als Schriftsteller, Schüler oder Journalist. Das wiederholte Löschen der Einleitungssätze, die gähnende Leere im Kopf. Meist hilft nur ein wenig Ablenkung, um seine Inspiration wieder zu erlangen.

Im Fall von Epistory versetzt euch das Entwicklerstudio Fishing Cactus in genau diese missliche Lage. Ihr spielt die Muse für einen inspirationslosen Schriftsteller, in Person eines kleinen Mädchens auf einem großen, roten, dreischwänzigen Fuchs. Eure Aufgabe ist es, im Laufe des Spiels die erzählte Geschichte zum Leben zu erwecken. Statt den Spieler mit Schwert und Bogen bis auf die Zähne zu bewaffnen, geleiten euch Worte durch das Spiel. Egal ob beim Öffnen von Truhen, dem Lösen von Rätseln oder dem Bekämpfen der insektenartigen Monster. Diese suchen die friedseelige Welt heim und bringen Dunkelheit über das Land. Nun gilt es  zufällig ausgewählte Worte auf der Tartatur zu schreiben und sie somit zu besiegen. Seid ihr nicht schnell genug, werdet ihr an einen früheren Safepoint zurückgesetzt. Das Ganze ist in der Praxis kniffliger als vermutet, selbst für Menschen wie mich, die täglich mit hunderten von Wörtern jonglieren.

epistory-caveStilistisch erinnert Epistory mit seinem Origami-Stil an Spiele wie Tearaway. Ebenso wie die Inspiration des Schriftstellers, breitet sich auch die Welt in Form von quadratisc,hen Blöcken, vor euren Augen aus. Das Spiel führt das niedliche Duo durch Waldgebiete, über Meere oder auch in düstere Höhlen, in der viele Gefahren auf die beiden warten.

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Die Idee, den Spieler wortwörtlich nur mit seiner Tastatur zu bewaffnen, ist ein interessanter und passender Ansatz für die Geschichte hinter Epistory. Während man das kleine Mädchen durch die Spielwelt steuert und mit ihr die dunklen Monster besiegt, erinnern die geschriebenen Worte auf der Karte und der Griff zur Tastatur immer wieder daran, dass man sich in der Rolle des Schriftstellers hinter der Geschichte befindet. Fast schon ein Durchbrechen der vierten Wand.

Fazit

Epistory lockt mit seiner dichten Atmosphäre  und dem frischen Ansatz seine Geschichte zu erzählen. Mit dem simpel gehaltenen Gameplay-Elementen und der ruhigen Atmosphäre eignet sich Epistory vor allem für Fans von Casual Spielen. Fishing Cactus geht mit der Erzählung und Darstellung neue Wege und öffnet uns somit die Tore in ihre liebevoll gestaltete Welt. Momentan befindet sich der Titel noch im Early Access. Für 8,99€ ist es jedoch bereits bei Steam erhältlich. Mit Abstürzen und Bugs ist hier, wie in einem Early Access Spiel üblich, zu rechnen. Ein offizieller Release steht bis jetzt noch nicht fest.

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Anne ist Game Design-Student und setzt sich freiberuflich mit der Videospielkultur auseinander. Neben kleineren Indie-Titeln und psychologischen Themen hat es ihr vor allem das Sci-Fi-Genre angetan. Unter @azarnecke tweetet sie hauptsächlich Fotos von ihren Hunden.