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JUSTICE LEAGUE: TRINITY WAR 1- Zwischen Superhelden und Pandora’s Büchse

justice leagueDie Büchse der Pandora wird geöffnet, ein Superheld wird ermordet und der Rest will sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Ein guter Ausgangspunkt für eine spannende Neuauflage des dramatischen DC-Events – dem Trinity War, Krieg der drei Gerechtigkeitsligen.

Das kleine DC-Einmaleins

Ein kurzer Einblick in die Geschehnisse. Anstelle der „Büchse der Pandora“ handelt es sich hier um einen glühenden dreiäugigen Schädel. Unwissend und naiv berührt Pandora diesen und bringt damit Tod und Verderben über die Welt. Durch diese Ereignisse werden die sieben Todsünden freigesetzt. Menschen bekämpfen sich aus Neid, Gier, simpler Wut…du kennst das sicher. Die Menschheit ist scheinbar nicht mehr zu retten. Zur Strafe wird Pandora zu ewigem Leben verdammt, gezwungen, all das Chaos zu beobachten, was sie über die Welt brachte.

Wir machen einen Sprung nach vorne. Pandora ist stärker geworden und kämpft gegen das Böse in der Welt, wenn auch meist ohne Erfolg. Das Geheimnis hinter dem unheilvollen Totenkopf wird aufgedeckt. Inzwischen besiedelt eine neue Art von Menschen den Planeten, Menschen mit mächtigen Kräften – die Superhelden. Der Versuch scheitert, diese um Hilfe zu bitten, und nun stürzen auch noch die drei Gerechtigkeitsligen ins Chaos. Im Mittelpunkt des namensgebenden Trinity War stehen die drei Ligen Justice League (Batman, Superman), Justice League of America (Catwoman, Green Arrow) und Justice League Dark (Constantine, Zatanna.) Schön inszenierte Kämpfe, aber auch sehr verwirrende Charaktersprünge.


justice leagueSuperhelden-Wirrwarr

Das neue Sammelband Justice League: Trinity War-Band 1 fasst die Anfänge des Krieges zusammen und fügt weitere Informationen aus einzelnen Comic-Schnipseln hinzu. So enthält der Band Auszüge aus den Justice League-Bänden 22 und 23, der ersten Ausgabe von Pandoras eigener Comic-Reihe und der fünften Ausgabe von Constantin.

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Der Versuch, die Ereignisse logisch sortiert aufzulisten, klingt erst mal gut, gestaltet sich in der Praxis jedoch nach meinen Geschmack recht schwierig. Während man von dem Sprung aus dem ersten Pandora-Band zur Ausgabe des 22. Justice League-Comics noch klar durchblickt, verschwimmen die einzelnen Superhelden und deren Geschichte nach einer Weile. Für jemanden, der sich davor noch nicht mit den Ereignissen auseinandergesetzt hat, wird der Einstieg schwer. Vielleicht bringt der zweite Band da etwas mehr Aufklärung.

Großartig hingegen ist das Aufeinandertreffen all der bekannten DC-Charaktere, die wir sonst nur in getrennten Comics bestaunen dürfen. Neben den klassischen Superhelden wie Wonder Woman, Superman und Batman trifft man auf Aquaman, Flash, Firestorm oder Stargirl. Jeder der Charaktere wird nach und nach beleuchtet und bekommt seinen eigenen kleinen Moment. Dadurch entstehen die extrem actionreich gestalteten Kämpfe, gezeichnet von Künstlern wie Ivan Reis. Das typische bunte Superheldenflair und die epische Inszenierung der Kämpfe bieten auf fast jeder Seite einen Augenschmaus für den Leser.

Fazit

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Die Meinungen zu Geoff Johns Trinity War-Ausgabe gehen weit auseinander. Einige sind hin und weg vom wirklich sehr schönen Design des Comics, andere lassen die Geschehnisse rund um den neuen Charakter Pandora völlig kalt.

Tatsächlich wirkt das Ganze für mich etwas zusammengewürfelt. Todsünden, griechische Mythologie, drei verschiedene Gerechtigkeitsligen und eine Alternate-Version der Pandora-Büchse. Das erscheint mir alles recht dick aufgetragen. Tatsächlich sehen viele Justice League: Trinity War nur als ein kleines Prequel zu Geoff Johns Comic-Serie „Forever Evil“, die aus den Geschehnissen des Krieges entsteht. Wer also beabsichtigt, die Serie anzufangen und einen kleinen Einblick in die Vorgeschichte haben will, dem ist Trinity War zu empfehlen. Man erhält einige Informationen, von denen viele aber nicht wirklich gebraucht werden, um in Forever Evil einzusteigen. Außerdem gibt es eine Menge Dead-Ends in der Story.  So werden einige Charaktere des Trinity Wars in der Forever Evil-Serie einfach an den Rand geschoben. Auch die vielen Points-of-View-Momente der einzelnen Ligen und ihrer Gegner sind nicht immer klar erkennbar.[/pullquote]

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Anne ist Game Design-Student und setzt sich freiberuflich mit der Videospielkultur auseinander. Neben kleineren Indie-Titeln und psychologischen Themen hat es ihr vor allem das Sci-Fi-Genre angetan. Unter @azarnecke tweetet sie hauptsächlich Fotos von ihren Hunden.