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PROMETHEUS – Zwischen Göttern und Aliens

von Anne Zarnecke am 19. November 2014

Vorab sei gesagt: Prometheus ist NICHT der Comic zum Film und hat demnach auch keinen Zusammenhang mit dem Alien-Epos. „Prometheus“ stammt aus der griechischen  Mythologie. In dieser ist er als Schöpfer von Mensch und Tier bekannt.

Griechische Mythologie 101PROMETHEUS

Der Comic beginnt mit einem kleinen Crashkurs in Sachen griechischer Mythologie. Prometheus erschuf die Menschen. Die anderen Götter wurden auf die Menschen aufmerksam und verlangten fortan Opfergaben. Um das zu verhindern, trickste Prometheus Zeus aus. Als Strafe nahm Zeus den Menschen das Feuer. Prometheus jedoch eilte mit lodernder Fackel zur Erde und gab den Menschen das Feuer zurück. Wutentbrannt schmiedete Zeus die Büchse der Pandora, als Strafe für die Menschen. Für Prometheus dachte sich Zeus etwas noch viel Schlimmeres aus: Die Götter verschleppten ihn in die öden Landschaften des Kaukasus und wurde mit Ketten an einen Felsen gefesselt. Jeden Tag sollte der Adler Ethon von seiner Leber zehren. Und weil Prometheus unsterblich ist, wächst diese jedes Mal nach. Ihm stehen also endlose Qualen bevor. Als Mahnmal soll er noch immer dort hängen. Das alles klingt ein bisschen wie eine radikale Variante der Super-Nanny.

Zurück aus dem Ausflug in die Antike, finden wir uns in der Neuzeit wieder. Prometheus in einer (noch) heilen Welt. 13.12 Uhr: Die Raumfähre „Atlantis“ startet erfolgreich in den Weltraum. Eine Minute später ist sie verschwunden. Es besteht kein Funkkontakt und auch auf dem Kontrollbildschirm ist sie nicht mehr zu sehen. Im selben Augenblick bleiben alle Uhren auf der ganzen Welt stehen. Noch ahnt niemand das Unheil, welches der Menschheit bevorstehen soll. Am nächsten Tag, zu genau derselben Minute, taucht die Atlantis wieder auf. Die gesamte Mannschaft ist tot. Der Kommandant liegt zusammengekauert in den Überresten seiner Crew. Auch in den darauffolgenden Tagen geschehen schreckliche Dinge, immer um 13:13 Uhr. Was hat das alles miteinander zu tun?

PROMETHEUS Düstere Zeiten

Der 13-teilige Comic verbindet griechische Mythologie mit Alien-Verschwörungen und ummantelt diese mit einem Endzeit-Epos. Anfangs ergibt das alles nicht so wirklich Sinn, schließlich sind die Antike und Aliens zwei komplett verschiedene Themengebiete. Was jedoch feststeht ist das die Menschheit kurz vor der Ausrottung steht. Satelliten und Flugzeuge fallen vom Himmel und versunkene Schiffe tauchen wie aus dem Nichts wieder auf. Spätestens dann sollte jeder gemerkt haben, dass irgendetwas schief läuft. Schon die ersten drei Bände bieten einen riesigen Berg an Informationen, die man erstmal verarbeiten muss. Das kann anfangs überwältigend sein. Sehr gut gelungen ist meiner Meinung nach die Verschmelzung der griechischen Antike mit der Geschichte der Aliens. Ohne jetzt zu viel zu spoilern kann man sagen: Auf einen Kaffee sind die Aliens definitiv nicht aus. Inmitten all dieser Theorien und schrecklichen Ereignisse gehen die Charaktere selbst ein wenig unter. Es werden sehr viele parallel bearbeitet, aber bei keinem gehen die Informationen in die Tiefe. So wird oft in den Zeiten hin- und hergesprungen, von einer Kulisse zur anderen. Zwar wird immer beschrieben, wann und wo man sich grade befindet, das kann einen jedoch trotzdem aus dem Konzept bringen.

Prometheus wurde gezeichnet von Stefano Raffaele. Beim Lesen fällt auf, dass er sehr viel Wert auf Schatten und Schattierungen legt. Durch diese Art der Zeichnung rückt er die Gefühle der einzelnen Charaktere in den Vordergrund. Auch einzelne Szenen werden dadurch stark dramatisiert. Generell ist Prometheus eher im düsteren Ton gehalten. Ansonsten hält sich Raffaele an den typisch amerikanischen Comicstil. Herausgekommen ist Prometheus übrigens im Jahre 2009 im Splitter Verlag.

Fazit

Prometheus ist ein super Comic für alle Verschwörungstheoretiker, Alien-Fans und Liebhaber der griechischen Mythologie. Der Sci-Fi-Endzeit-Epos gefällt mir persönlich sehr gut, da ich mich ein bisschen zu allen drei Gruppen zähle. Die Geschichte reißt mit und macht neugierig. Das ständige Springen zwischen Epochen und Uhrzeiten ist jedoch sehr verwirrend. Teilweise fällt es schwer, dem zu folgen, weil man die Ereignisse zeitlich nicht gleich zuordnen kann.

Seit dem Start im November 2009 kommen regelmäßig Prometheus-Bände heraus. 13 wird es insgesamt geben, seit dem 1. Oktober ist der neunte und damit aktuellste Band veröffentlicht worden. Weitergehen wird es am 1.04.2015 mit dem nächsten Teil. Ein recht großes Zeitfenster zwischen zwei Bändern, vor allem wenn fiese Cliffhänger eingebaut werden. Neueinsteiger haben auf der anderen Seite genug Zeit alles aufzuholen, bevor das nächste Band herauskommt.

Details
Item Reviewed

Prometheus Band 1: Atlantis

Author
19. November 2014
Release

1. November 2009

Seiten

56

Künstler

Christophe Bec

Autor

Christophe Bec

Verlag

Splitter Verlag

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