Sharktopus Vs Pteracuda

Sharktopus Vs Pteracuda

Sharktopus Vs PteracudaAmerikaner und ihr Fetisch für alles rund um Hai ist schon lange kein Geheimnis mehr. Egal ob es die alljährliche Shark Week ist, die Zuschauer mit allen Informationen rund um den „Killer der Tiefsee“ versorgt, oder das Ganze in Form von Blockbustern geschieht. In den letzten Jahren fand auch die Trash-Szene großen Gefallen an den Tiefseejägern und ehrt diese nun mit einem konstanten Nachschub an fragwürdigen Filmen wie „Sharktopus vs. Whalewolf“. Wir haben einen Blick auf Sharktopus Vs. Pteracuda geworfen und uns gefragt: Ist das Kunst oder kann das weg?

Sharktopus Vs Pteracuda ist das Sequel des 2010 veröffentlichten Originals Sharktopus. Nachdem der Sharktopus, ein Hybrid aus einem Hai und einem Oktopus, angeblich zerstört wurde, gelangen die letzten Überreste des Monstrums in Form von Eiern in den Ozean. Marinebiologin Lorena Christmas (Katie Savoy) entdeckt den frei umher schwimmenden Rogen und beschließt, das Tier in einer Seaworld-artigen Anlage aufzuziehen, zu zähmen und zu trainieren. Zeitgleich probieren sich Wissenschaftler im Geheimen an einer ultimativen biologischen Waffe in Gestalt der Urzeitkreatur Pterodactyl (das ist so ein kleiner Flugsaurier). Mit mechanisch eingebauten Elementen soll das Tier ferngesteuert werden und Ziele schnell und einfach eliminieren. Die fehlende DNA ersetzte man durch die eines Barrakudas und kreiert so ein Monstrum, was sowohl Land, Wasser als auch die Luft beherrscht. Das Resultat: Das Aufeinandertreffen zweier tödlicher Hybriden mit einer gehörigen Ansammlung von Splatter-Szenen.

Sharktopus Vs PteracudaDer wohl bekannteste Hai-Trashfilm der letzten Jahre ist der 2013 veröffentlichte „Sharknado“, in dem die Menschen von einem Tornado voll mit gefräßigen Haien flüchten. Die feine Linie zwischen einem guten oder eben auch schlechten Trashfilm ist meist sehr dünn und flüchtig. Wie soll man als Zuschauer also den Unterschied erkennen?

Das Geheimnis ist meiner Meinung nach die Darstellung. Denn genau dort liegt auch bei Sharktopus vs. Pteracuda das Problem. Während Sharknado trotz der (absichtlich) sehr trashigen Story mit recht guten Effekten und generell guter Stimmung die Lacher der Zuschauer verdiente, lässt es mich hier eher vor Scham zusammenzucken. Ein bisschen kommt mir das Ganze vor wie einer dieser drittklassigen Filme, die in meiner Kindheit am Sonntagnachmittag auf RTL 2 liefen. Die wenigen Lacher, die mir der Film entreißen konnte, waren größtenteils begründet durch die sehr (und ich meine wirklich sehr) schlecht animierten Kampfsequenzen zwischen den beiden Monstern. Die eigentliche Over-the-top Story und die blutigen Szenen, die den eigentlichen Kern eines guten Trash-Filmes ausmachen, haben mir eher ein müdes Lächeln anstatt einem herzhaften Lachen auf die Lippen gezaubert.

Sharktopus Vs PteracudaFazit

Trash-Film hin oder her, auch dieses Genre hat so einige Punkte, die erfüllt werden müssen, damit ein Film sich in die Reihen der Guten stellen darf. Sharktopus vs. Pteracuda scheitert durch eine sehr zähe Inszenierung und schlecht animierten Sequenzen. Da ändern auch die 100 Liter Kunstblut leider nichts daran.

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Anne ist Game Design-Student und setzt sich freiberuflich mit der Videospielkultur auseinander. Neben kleineren Indie-Titeln und psychologischen Themen hat es ihr vor allem das Sci-Fi-Genre angetan. Unter @dovahkarian tweetet sie hauptsächlich Fotos von ihren Hunden.